Deja-Vu für Manfred Stohl am Estering

Von Toni Hoffmann
World Rallycross
Andreas Bakkerud mit harten Bandagen gegen Manfred Stohl (re.)

Andreas Bakkerud mit harten Bandagen gegen Manfred Stohl (re.)

Beim Rallycross-WM-Lauf in Buxtehude erkämpfte sich Manfred Stohl trotz Technikproblemen das Semifinale, nur um dort wieder härtest attackiert zu werden, Protest des World RX Teams Austria zur Klärung wurde abgewiesen.

Im deutschen Buxtehude, 50 Kilometer vor Hamburg, wartete an diesem Wochenende der fünfte Rallycross-Weltmeisterschaftslauf auf das World RX Team Austria. Für Manfred Stohl und Max Pucher bedeutete dies Großeinsatz. Insgesamt 35 Supercars duellierten sich in den vier Vorläufen. Von diesen waren 17 in der WM und 18 in der EM engagiert. Auf dem extrem engen und übereifrig bewässerten Estering wusste Manfred Stohl abermals zu überzeugen. Mehr noch – so knapp vor dem Einzug ins Finale wie diesmal stand er noch nie.

Der traditionsreiche Estering war für das World RX Team Austria leider kein guter Boden. Manfred Stohl hatte bis zum Semifinale mangelnde Motorleistung. Trotzdem lag er Samstag bereits an Elfter Stelle. Zwei Vorlaufsiege mit Topzeiten hievten ihn auf den sechsten Gesamtplatz und somit zum souveränen Einzug ins Semifinale der besten zwölf Piloten. Hier warteten unter anderen RX-Weltmeister Petter Solberg und Andreas Bakkerud auf Stohl.  Dass der Final-Traum für diesen trotz gutem Start auf Platz drei liegend nach nur wenigen Sekunden beendet war, ging nicht auf Stohl’s Kappe. In der Startgeraden fuhr Andreas Bakkerud - ohne vom Gas zu gehen - Manfred Stohl ins Heck und drehte ihn aus. Stohl ärgerte besonders das unterschiedliche Mass mit dem von der Rennleitung gemessen wurde: «Ich bin gestern verwarnt worden, weil ich ein anderes Auto auf der Geraden nur leicht an der Seite berührt habe. Aber Bakkerud kann mich im Semifinale ungestraft umdrehen.»

Außer Spesen nichts gewesen

Teamchef Max Pucher ließ Taten folgen und die Protestgebühr springen: «Wir haben Protest eingelegt und Videomaterial vorgelegt. Es war mir nach Portugal und Belgien doch zu viel. Natürlich gehört Fahrzeugkontakt und Rad an Rad Kampf zu den Highlights dieses Sports. Ich wurde im vierten Vorlauf auch nicht gerade fair von Danielsson nach der Startkurve angefahren und umgedreht. Ich habe auch nicht protestiert weil ich auch hart fahre. Aber im Semifinale wird noch härter attackiert weil man weiß, dass es durch die Fernsehübertragung keine Zeit für  Proteste gibt. Man wird nicht mal zum Rennleiter vorgelassen. Es wurde daher unser Protest auch mit unakzeptablen Argumenten abgewiesen.» Auch die eigene Situation besserte Max Puchers Laune nicht wirklich. «Ich hatte schon davor eine Diskussion mit FIA-Offizialen, die mir wegen einem technischen Regelverstoß den dritten Lauf annullierten. Estering fällt daher leider unter: Außer Spesen nichts gewesen.»

Einen hochverdienten Sieg beim Supercar RX-Lauf von Deutschland landete Davy Jeanney. Der Franzose gewann drei seiner vier Vorläufe, sein Semifinale und letztendlich auch das Finale. Mit Platz zwei konnte Petter Solberg seine Gesamtführung in der WM verteidigen.  

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