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Ford hofft auf zweiten Saisonsieg
Vizeweltmeister Mikko Hirvonen peilt viertes Neuseeland-Podest in Folge an, Jari-Matti Latvala will mit komplett neuem Aufschrieb Top-Resultat erzielen
WRC
Im Artikel erwähnt


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Das Team BP Ford Abu Dhabi nimmt bei der Rallye Neuseeland (6. bis 9. Mai 2010) die längste WM-Rallye seit rund sechs Jahren unter die Räder. Die Veranstalter des fünften von 13 Läufen zur Rallye-Weltmeisterschaft nutzen die neuen Freiheiten des Sportlichen Reglements voll aus und haben Prüfungen in einer Gesamtlänge von fast 400 Kilometern abgesteckt – die längste WP-Distanz seit der Deutschland-Rallye 2004.
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Für [*Person Mikko Hirvonen*]/Jarmo Lehtinen und [*Person Jari-Matti Latvala*]/Miikka Anttila, die beiden Fahrerpaarungen des Werksteams BP Ford Abu Dhabi, können es gar nicht genug WP-Kilometer sein, denn die Prüfungen bestehen aus schnellen Schotterstrecken, die durch ihr nach aussen abfallendes Profil eine flüssige Ideallinie ermöglichen. Die Pisten führen zudem durch atemberaubend schöne Landschaften, deren Höhepunkt das Postkarten-Panorama der klassischen WP "Whaanga Coast" entlang der Tasmanischen See bildet. Der Umzug des Rallye-Zentrums von Hamilton in das nördlicher gelegene Auckland ermöglicht die Rückkehr auf Strecken, die in der WM zuletzt 2005 gefahren wurden. Die Rallye Neuseeland, die 2009 pausierte, kehrt mit zwei Besonderheiten in den WM-Kalender zurück: Auf jeder der drei Etappen sind Service-Zonen ausserhalb des eigentlichen Service-Parks ausgewiesen – und wie schon in der Türkei wird auf unterschiedlichen Strassenbelägen gefahren. Mikko Hirvonen, der durch seinen Podestplatz in der Türkei auf den dritten WM-Rang vorgerückt ist, stand in Neuseeland zuletzt dreimal in Folge auf dem Podium. Der 29- jährige Finne liebt die WP-Strecken und die malerische Szenerie gleichermassen: "Es ist ein grossartiges Land und die Fans empfangen mich immer sehr herzlich. Wenn ich in die ersten Prüfungen starte, weiss ich, warum dies neben der Rallye Finnland mein Lieblings-Event ist. Die Strecken sind schnell, eben und machen viel Spass zu fahren. Ich finde es gut, dass wir eine längere Rallye fahren, denn so spielt die Zuverlässigkeit eine grössere Rolle und die Service-Zeiten sind kürzer."
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Insgesamt stehen im Land der Kiwis 21 WP mit einer Gesamtlänge von 396,5 Kilometern auf dem Programm. Das charakteristische Merkmal der Rallye, die gewölbte Strassenoberfläche, gefällt Hirvonen: "Dadurch ergeben sich gewissermassen überhöhte Kurven. Das ermutigt dich anzugreifen, kann dich aber auch austricksen. Wenn wir bei Richtungswechseln von einer abfallenden Strassenseite auf die andere wechseln, springt das Auto oft. Und wenn du beim Anbremsen auf der falschen Strassenseite fährst, bekommst du ein Problem, weil das Auto einfach ins Rutschen gerät." Eine weitere Herausforderung sieht der Vizeweltmeister in der kühlen Herbstwitterung: "Es könnte schwierig werden, die härteren Reifen auf Arbeitstemperatur zu bringen. Auf Schotter greifen sie so oder so, aber auf Asphalt werden wir besonders am Start der Prüfungen wenig Grip haben."
Teamkollege Jari-Matti Latvala, derzeit Vierter der Fahrerwertung, geht zum fünften Mal in Neuseeland an den Start. Dennoch wird er einen komplett neuen Aufschrieb erstellen. "Die Strecken im Norden von Auckland bin ich zuletzt 2005 in einem Gruppe-N-Auto gefahren", erklärt der 25-jährige Finne. "Ich weiss, dass sie schneller sind als die Prüfungen weiter südlich. Für ein World Rally Car benötigen wir völlig andere Pace Notes als für die seriennahe Gruppe N. Ausserdem hat sich mein Fahrstil seit der vorigen Neuseeland-Rallye weiterentwickelt.“ Auch Latvala erinnert die Streckenführung an seine Heimatrallye. "Allerdings ohne die Sprünge", schränkt er ein. "Das Auto fühlt sich an, als würde es in den flüssigen Kurvenkombinationen über die Strasse tanzen. Weil die Strecken sonst öffentliche Strassen sind, ist die Oberfläche hart und in gutem Zustand." Trotz des anstrengenden 24-Stunden Fluges freut sich Latvala stets auf den Trip ans andere Ende der Welt: "Ich bin sehr glücklich, wieder in Auckland zu sein. Die Stadt ist toll, die Strecken fantastisch zu fahren – und ich habe die Gelegenheit, meinen Crash in der Türkei durch ein gutes Ergebnis schnell wieder vergessen zu machen."
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