Ford-Test mit Schotterreifen auf Asphalt

Von Toni Hoffmann
WRC
Hirvonen ist für Zypern gut gerüstet.

Hirvonen ist für Zypern gut gerüstet.

Ford-Duo Hirvonen und Latvala nach Reifentests auf Asphalt für die Rallye Zypern gut gerüstet

Der dritte Lauf zur Rallye-WM auf Zypern (12. bis 15. März) hat ein signifikantes Merkmal. Seit Jahren wird in der WM wieder eine Misch-Rallye ausgetragen. Die erste Etappe der Rallye Zypern führt über sechs Asphalt-Prüfungen, die beiden anderen Abschnitte werden auf dem bekannt rauen Schotterbelag der Mittelmeerinsel ausgefahren. Asphalt-Prüfungen stellen im Normalfall kein Problem dar, sofern die richtigen Reifen hierfür auch zum Einsatz kommen, meistens Slicks.

Anders hingegen der erste Zypern-Tag, den nämlich müssen die Teams mit Schotterreifen auf den sechs Asphalt-Prüfungen überstehen. Dies sorgte schon im Vorfeld der Rallye für Diskussionen, weil davon ausgegangen werden kann, dass die Schotterreifen, dies speziell bei warmen Temperaturen, wie sie schon Mitte März auf Zypern zu erwarten sind, schneller als Asphaltreifen abbauen. Sie verlieren damit immer mehr ihren Grip und bedeuten ein stärker werdendes Sicherheitsrisiko. Ein Reifenwechsel ist auf der ersten Zypern-Etappe erst nach drei Prüfungen über insgesamt 67,10 km im Mittagsservice in Limassol möglich. Die Piloten befürchten allerdings, dass die Schotterreifen schon nach der ersten mehr als 30 km langen Auftaktsprüfung fast schon ganz hinüber sind.

Neben Citroën hat sich natürlich auch Titelherausforderer Ford mit diesem Problem intensiv beschäftigt und deswegen auf der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien, Schotter-Schauplatz des sechsten WM-Laufes (21. bis 24. Mai), einen 6-Tage-Test absolviert, nicht nur auf Schotter, sondern auf Asphalt mit Bedingungen, die denen der Rallye Zypern ähneln. Rund um die Hafenstadt Cagliari haben beide Piloten Mikko Hirvonen und Jari-Matti Latvala jeweils einen Tag auf Asphalt und zwei Tage auf Schotter mit ihrem Werks-Ford Focus WRC getestet.

«Es war ein guter Test. Ich bin zufrieden mit dem, was wir erreicht haben», meinte Latvala, der als Finne nicht zu den Asphaltspezialisten zählt. «Wir konnten bei trockenen und bei feuchten Bedingungen testen, weil es am Donnerstagnachmittag geregnet hat. Durch das Kurvenschneiden war die Piste sehr schmierig, was nicht schlecht war, denn auch auf Zypern kann es regnen.» Latvala spulte hierbei 240 km auf Asphalt ab. «Ich habe gelernt, viel früher zu bremsen, weil wir mit Schotterreifen nicht den gleichen Grip haben und die Bremsen bei einer Schottereineinstellung schmaler sind. Es war zwar hart, aber die Reifen haben es letztlich gut überstanden.»

«Die Reifen funktionierten gut, was für mich ein ermutigendes Zeichen für Zypern ist», schloss sich Hirvonen den Ausführungen Latvalas an. «Es ist zwar bei solchen Bedingungen nicht gerade das schönste Gefühl, aber es ist für jeden eine neue Herausforderung. Es dürfte sehr interessant sein, wie schnell alle am ersten Tag sein werden. Für die Bremsen wird es mit Sicherheit sehr hart. Ich denke aber, dass wir nun alles getan haben, um gut vorbereitet zu sein.»

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