Rallye Mexiko: Gala von Sébastien Ogier

Von Toni Hoffmann
WRC
Höhenstürmer Sébastien Ogier

Höhenstürmer Sébastien Ogier

Mit dem Ogier-Faktor: Volkswagen führt mit Sébastien Ogier Rallye Mexiko nach Tag zwei an.

Herausragender Fahrer, konkurrenzfähige Technik: Sébastien Ogier/Julien Ingrassia (F/F) haben bei der Rallye Mexiko den ersten Wettbewerbstag des Volkswagen Polo R WRC auf Schotter mit der Führung im Gesamtklassement beendet. Auf dem mit 160,75 Prüfungskilometern längsten Tag des dritten Laufs zur FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) markierte Ogier sieben Prüfungsbestzeiten und insgesamt neun von elf möglichen Top-3-Resultaten.

Großes Pech hatten dagegen Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila (FIN/FIN) im zweiten Polo R WRC. Nach nur 300 Metern des zweiten Rallye-Tages traf das Duo nach einer Kurve einen auf der Strecke liegenden Stein. Ein gebrochener Querlenker beendete daraufhin den Einsatz von Latvala/Anttila frühzeitig. Sie starten am Samstag nach dem sogenannten Rally-2-Reglement. Das bedeutet, dass sie für die nicht gefahrenen Prüfungen einen Zeitaufschlag von 50 Minuten erhalten. Sie bekommen so dennoch die Chance, in der „Powerstage“ am Sonntag, in dem Zusatzzähler für den Ersten, Zweiten und Dritten vergeben werden, Punkte für die Fahrerwertung der Rallye-WM zu sammeln.

Stimmen, 2. Tag Rallye Mexiko:

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #7:
«Das war die kürzeste Rallye-Prüfung, die ich jemals gefahren bin. Der Staub der vorherfahrenden Autos hing noch in der Luft und die Sicht war nicht optimal. 300 Meter nach dem Start kamen wir um eine mittelschnelle Rechtskurve, als auf der Ideallinie ein Melonen-großer Stein auftauchte. Da bei dem Tempo Ausweichen nicht möglich war, versuchte ich, den Stein mittig zwischen die Räder zu nehmen und ihn möglichst mit dem Unterfahrschutz zu treffen. Der Aufprall war nicht besonders stark, aber der Stein beschädigte den rechten Querlenker. Das war einfach Pech, der Brocken war wohl von einem Auto vor uns auf die Strecke geschleudert worden. Natürlich war die Enttäuschung im ersten Moment sehr groß, aber ich hoffe, dass meine Pechsträhne jetzt zu Ende geht. Ich werde morgen wieder starten und sehe die Rallye aufgrund der hohen Zeitstrafe als Test, um mehr Erfahrung mit dem Polo R WRC zu sammeln.»

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #8:
«Mit dem Tagesergebnis bin ich natürlich sehr zufrieden. Die Wertungsprüfungen waren nicht einfach, jede Menge Steine und loser Schotter mit wenig Grip. Vor allem die 30 Kilometer auf ‚El Chocolate‘ waren extrem anspruchsvoll. Umso besser, dass wir ein kleines Polster rausgefahren haben. Der Polo R WRC ist offensichtlich auch auf Schotter schnell, worüber sich alle im Team freuen. Doch wir müssen im Hinterkopf behalten, dass diese Rallye noch sehr lang ist und die härtesten Prüfungen noch kommen.»

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor:
«Ein Tag mit Stärken und Schwächen für Volkswagen. Die guten Nachrichten sind, dass der Polo R WRC auch auf Schotter konkurrenzfähig ist und Sébastien Ogier mit einer hervorragenden fahrerischen Leistung die Rallye nach über 160 Kilometern anführt. Wir hätten gern gesehen, wie sich Jari-Matti Latvala geschlagen hätte. Leider hatte Jari-Matti heute Pech und musste schon nach wenigen Metern aufgeben. Der gebrochene Querlenker zeigt, dass wir auch am Auto noch arbeiten müssen. Aber genau das sind die Erfahrungen, die man bei der ersten Schotter-Rallye eines neuen Autos macht.»

Und da waren dann noch ...

... die paradiesischen Arbeitsbedingungen im Servicepark von León. Wilder Westen, staubige Pisten, gleißende Sonne – das gibt es in Mexiko nur auf den Wertungsprüfungen dieser einmaligen Rallye. Denn einmalig ist in der Rallye-WM auch das Poliforum Léon, das den Servicepark zum einzig überdachten der gesamten Saison macht. Und den zahlreichen Fans bei der Beobachtung des Service Schatten spendet.

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