Der Ruf Citroëns nach Sébastien Loeb

Von Toni Hoffmann
WRC
Yves Matton

Yves Matton

Der achtfache Weltmeister und Titelverteidiger Citroën steckt in diesem Jahr angesichts der Volkswagen-Dominanz in einem Dilemma. Der Ruf nach Sébastien Loeb wird immer lauter.

Laut Plan wird der noch amtierende Weltmeister Sébastien Loeb, der am Wochenende für die PSA-Schwester Peugeot am Pikes Peak auf Rekordjagd geht, in seiner elsässischen Heimat die letzte der vier geplanten WM-Rallyes bestreiten. Dreimal war er bei seiner Abschiedstournee am Start, zweimal war er Sieger. Damit hat der neunfache Rekord-Champion, der nun offiziell 2014 mit Citroën in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft antritt, seinen Kollegen Mikko Hirvonen und Dani Sordo gezeigt, dass der DS3 WRC immer noch siegfähig ist. Doch seine vermeintlichen Nachfolger fahren weiter dem Sieg und Erfolg hinterher, den überlassen angesichts mangelnder Leistungen der Konkurrenz aus Wolfsburg.  

Angesichts der für das bislang so siegverwöhnte Zwei-Zacken-Team ungewohnten Situation hofft der Sportchef Yves Matton auf ein Einlenken seines glorreichen Schützlings Loeb und möchte ihn zu zusätzlichen Starts in der Rallye-Weltmeisterschaft bewegen. Als der Noch-Vizechampion Hirvonen, der im letzten Jahr auf Sardinien seinen bislang einzigen Triumph für Citroën gefeiert hatte, kurz vor dem Ziel den DS3 WRC in den Graben warf und ausschied, läuteten bei Matton die Alarmglocken und der Ruf nach Loeb lauter denn je.

«Ich habe bisher nicht mit ihm gesprochen, aber ich werde zur Hälfte der Saison das Gespräch mit Sébastien suchen, um herauszufinden ob er motiviert wäre, ein oder zwei Starts mehr zu machen», sagte Matton gegenüber wrc.com.  

Matton verspricht, dass sein Team bis zur nächsten WM-Runde in fünf Wochen hart an den Verbesserungen arbeitet. «Sardinien, Finnland und Deutschland sind sehr wichtig für uns, um den Anschluss zu Volkswagen nicht zu verlieren und auf der ersten dieser drei Rallyes haben wir keinen guten Job gemacht und wichtige Punkte verloren», sagte Matton. «Natürlich sind wir nach diesem Wochenende nicht glücklich. Wir waren nicht wirklich erfolgreich. In vielen Situationen, in welchen wir die Chance gehabt hätten, zurück in die Punkte zu fahren, haben wir es aufgrund von Fehlern unserer Fahrer oder des Teams, nicht geschafft. Derzeit können wir dieses Level nicht erreichen. Finnland ist eine sehr spezielle Rallye und im letzten Jahr haben sich Mikko und Séb Loeb meist um die ersten zwei Plätze gestritten. Ich hoffe, dass diese Erfahrungen aus dem letzten Jahr in diesem Jahr helfen werden.»  

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