Volkswagen erzielt auch in Polen Doppelsieg

Von Toni Hoffmann
WRC
Der Polen-Sieger Sébastien Ogier wird gefeiert

Der Polen-Sieger Sébastien Ogier wird gefeiert

Volkswagen und Sébastien Ogier bleiben in der Rallye-Weltmeisterschaft eine schwer zu schlagende Kombination. Ogier erzielte in Polen seinen fünften Saisonsieg.

Volkswagen und Sébastien Ogier haben ihre Erfolgsstory in der Rallye-Weltmeisterschaft auch in Polen ungebremst fortgesetzt. Der 30-jährige Ogier erzielte bei der siebten WM-Station im VW Polo R WRC seinen fünften Saisonsieg. Nach 24 Prüfungen lag der Weltmeister am Sonntagmittag 1:07,7 Minuten vor seinem Markenkollegen Andreas Mikkelsen, der sein bestes Ergebnis erzielte. Mit seinem 21. Gesamtsieg baute der Titelverteidiger seine Tabellenführung auf 166 Punkte und zu einem Vorsprung von 50 Zählern zu seinem finnischen Stallgefährten Jari-Matti Latvala, der in Polen den fünften Platz erreichte, aus. Vize-Champion Thierry Neuville rettete im Hyundai i20 WRC seinen dritten Platz (2:13,5 Minuten zurück).

  «Es ist in diesem Jahr nicht leicht, eine Rallye zu gewinnen. Meine Teamkollegen sind sehr stark», äußerte sich Ogier, der erneut die Power Stage gewann. «Ich hatte hier einen tollen Kampf mit einem sehr starken Andreas. Es war letztlich aber ein Super-Wochenende für mich und das Team und gut für die Meisterschaft.»  

«Das war ein ganz großes Wochenende für mich. Der Kampf mit Ogier war einfach toll», freute sich Mikkelsen. «Ohne unser Pech am Samstag hätten wir wahrscheinlich einen schönen Kampf bis ins Ziel gehabt.»  

«Ein sehr gutes Ergebnis für uns», meinte mit einem Lächeln Neuville, der nach Portugal zum zweiten Mal für Hyundai eine Podiumsplatzierung holte. «An den ersten beiden Tagen hatten wir Probleme mit den Bremsen, dann ging es aber ganz gut. Ich denke, dass es das erste Mal, dass wir drei Autos ins Ziel gebracht haben.» 

Um sieben Zehntelsekunden musste sich Jari-Matti Latvala im dritten VW Polo R WRC im Kampf um Rang vier Mikko Hirvonen (Ford Fiesta RS WRC) geschlagen geben. «Ich habe wirklich alles versucht. Es hat leider nicht ganz gereicht», merkte Latvala an. «Ich hatte bei dieser Rallye wirklich große Mühe, meinen Rhythmus zu finden. Unser Aufschrieb war wirklich nicht gut. Daher bin ich mit dem Ergebnis zufrieden», sagte Hirvonen, der 2009 die zweite WM-Auflage der Rallye Polen im Ford Focus WRC gewonnen hatte.  

Volkswagen setzte mit dem siebten Saison-Volltreffer seinen Triumphzug in der Herstellerwertung fort. Der Titelverteidiger hat nun 262 Punkte auf dem Konto, 149 Zähler mehr als der nächste Verfolger Citroën. Die Wolfsburger feierten beim WM-Comeback der zweitältesten Rallye der Welt als neuen Rekord in der WM-Chronik ihren elften Sieg hintereinander seit Australien im September 2013.  

Den Sieg in der WRC2-Wertung sicherte sich Ott Tänak 1:38,2 Minuten vor Jari Ketomaa, beide im Ford Fiesta R5, und 4:11,2 Minuten vor Yazeed Al-Rajhi im Ford Fiesta RRC.  

Endstand nach 24 Prüfungen:

1. Ogier/Ingrassia (F) VW Polo R WRC: + 2:34:02,0 h.
2. Mikkelsen/Floene (N) VW Polo R WRC: + 1:07,7 min.
3. Neuville/Gilsoul (B) Hyundai i20 WRC: + 2:13,5
4. Hirvonen/Lehtinen (FIN) Ford Fiesta RS WRC: + 2:32,4
5. Latvala/Antilla (FIN) VW Polo R WRC: + 2:33,1
6. Hänninen/Tuominen (FIN) Hyundai i20 WRC: + 2:49,9
7. Meeke/Nagle (GB/IRL) Citroën DS3 WRC: + 4:27,9
8. Paddon/Kennard (NZ) Hyundai i20 WRC: + 4:32,1
9. Solberg/Minor (N/A) Ford Fiesta RS WRC: + 4:59,0
10. Prokop/Tomanek (CZ) Ford Fiesta RS WRC: + 6:11,3

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