Doppelführung für VW bei der Rallye Deutschland

Von Toni Hoffmann
WRC
Mikkelsen/Jæger liegen nach 98,97 von 306,80 Prüfungskilometern 4,3 Sekunden vorn, Weltmeister in Lauerstellung: Ogier/Ingrassia auf Rang zwei, früher Rückschlag für Latvala/Anttila am ersten Wettbewerbstag.

Norwegisch für Fortgeschrittene: Andreas Mikkelsen/Anders Jæger (N/N) führen die Rallye Deutschland nach dem ersten Drittel an. Die WM-Zweiten erkämpften sich die Spitzenposition beim neunten Lauf zur FIA Rallye-Weltmeisterschaft mit dem Volkswagen Polo R WRC gegen starke Gegner. Darunter: Sébastien Ogier/Julien Ingrassia (F/F), die als WM-Führende die Strecke eröffneten und beim ersten wahren Asphalt-Lauf des Jahres damit die besten Bedingungen vorfanden. Die dreimaligen Weltmeister beendeten den ersten Rallye-Tag auf der zweiten Position vor Thierry Neuville/Nicolas Gilsoul (B/B, Hyundai). Die Top-Drei trennen vor den Wertungsprüfungen am Samstag auf der berühmt-berüchtigten «Panzerplatte» auf dem Truppenübungsplatz Baumholder nur 5,9 Sekunden. An Volkswagen gingen bisher vier der fünf möglichen Prüfungsbestzeiten.

Ein frühes Ende des ersten Rallye-Tages hatten Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila (FIN/FIN) zu verkraften, die den dritten Polo R WRC nach nur wenigen Kilometern der ersten Wertungsprüfung mit einem Getriebeschaden abstellen mussten. Die WM-Dritten kehren am Samstag unter Rallye-2-Reglement in den Wettbewerb zurück.

Stimmen, Tag 01 Rallye Deutschland

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1

«Ein guter Auftakt in die Rallye Deutschland für Julien und mich. Die Bedingungen waren nicht einfach, besonders am Morgen bei den technisch anspruchsvollen Prüfungen in den Weinbergen. Auf der zweiten Prüfung haben wir ein paar Sekunden verloren, als wir eine Abzweigung verpassten und ich kurz den Rückwärtsgang einlegen musste. Insgesamt habe ich nicht zu viel riskiert, wollte vor allem sauber und sicher durch den Tag kommen. Besonders gut hat mir die ‚Ollmuth‘-Prüfung gefallen – sehr schnell und mit extrem vielen Zuschauern, die einen tollen Blick auf die Strecke hatten. Der Abstand zwischen Andreas, Thierry, Dani und mir ist nicht groß – das verspricht ein spannender Tag auf der ‚Panzerplatte‘ zu werden.»

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2

«Für uns war heute der Rallye-Tag bereits sehr früh beendet. Ein Getriebeschaden hat uns schon nach sieben Kilometern auf der ersten Wertungsprüfung zur Aufgabe gezwungen. Die Enttäuschung ist natürlich groß, aber dagegen ist man machtlos. Uns bleibt nichts anderes übrig, als morgen unter Rallye-2-Reglement weiter zu machen und zu versuchen, noch ein paar Punkte für die Herstellerwertung zu holen. Meinen Teamkollegen drücke ich die Daumen. Sie müssen nun die Kohlen für Volkswagen aus dem Feuer holen.»

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9

«Nicht so schlecht für einen Norweger, oder? Wir haben von Beginn an versucht, ganz knapp unter dem Limit zu bleiben, so schnell und gleichzeitig so sicher wie möglich zu fahren. Das ist mal besser, mal schlechter gelungen. Wie auch immer, die Rallye anzuführen, ist natürlich eine gute Sache und wir sind stolz auf unsere Leistung. Die Bedingungen waren alles andere als leicht und durch das viele Schneiden der Kurven wurde viel Dreck auf die Strecke befördert. Es war also enorm rutschig und es blieb kein Raum für Fehler. Wir sind sauber durchgekommen – und in diesem Stil müssen wir die kommenden Tage weitermachen, die für sich jeweils wie völlig unterschiedliche Rallyes sind. Morgen steht fünfmal die ‚Panzerplatte‘ an, dort wollen wir wieder gut abschneiden.»

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor

«Ich denke, die Rallye Deutschland hält bisher, was sie im Vorwege versprochen hat: Sie ist ein packender Schlagabtausch zwischen Hyundai und Volkswagen. Und unsere Fahrer Andreas Mikkelsen und Sébastien Ogier sind in absoluter Topform bei unserem Heimspiel – das haben sie heute bewiesen. Hut ab vor ihrer Leistung. Leider konnte Jari-Matti Latvala heute wegen eines Getriebeschadens nicht zeigen, was in ihm steckt. Warum das so ist, werden wir genau untersuchen, um ähnliche Schäden für die Zukunft auszuschließen. Jari-Matti wird morgen zurückkehren. Es wird spannend zu sehen sein, wie er sich gegen seine Teamkollegen schlagen wird, denn im Kampf um den Sieg geben weder Andreas noch Sébastien einen Millimeter nach. Ebenso Thierry Neuville und Dani Sordo im Hyundai. Wir können uns morgen auf der ‚Panzerplatte‘ auf großen Sport freuen.»

Und da war dann noch ...

... ein treuer wie Rallye-begeisterter Volkswagen Kunde. Und großer Fan von Sébastien Ogier: Marc Milis. Vor zwei Jahren reiste der Belgier mit seinem nagelneuen Golf VII GTI eigens nach Trier zur Rallye Deutschland, um eine Unterschrift des Weltmeisters auf das Armaturenbrett zu bekommen. Nach einem Unfall am Anfang des Jahres war der GTI mit der wertvollen Unterschrift jedoch nicht mehr zu retten. Also erwarb Marc Milis einen neuen Volkswagen: einen knallroten Golf R mit 300 PS. Klar, dass Seb sich nicht lange bitten ließ, das Interieur erneut signieren. «Wenn wir uns nächstes Jahr wiedersehen, hoffentlich mit dem gleichen Auto», verabschiedete sich Ogier lachend von Marc und seiner Frau Caroline.

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