Aus Fehlern gelernt: Evan Bros will zurückschlagen
Seit 2018 gehört das Team Evan Bros Yamaha zu den Besten in der Supersport-Klasse und gewann zweimal die Weltmeisterschaft. Nach der Pleitensaison 2023 wollen die Italiener zurück an die Spitze.
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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Teameigentümer Fabio Evangelista war nicht amüsiert, als SPEEDWEEK.com vor fast genau einem Jahr schrieb, dass mit der Verpflichtung von Andrea Mantovani sein Geschäftsmodell kollabieren würde.
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Der Italiener hatte bis dahin stets ein glückliches Händchen, in dem er sehr schnelle Fahrer verpflichtete, die zudem maßgeblich zum Budget beitrugen – die Plätze bei Evan Bros galten als die teuersten im Supersport-Fahrerlager. Mantovani sorgte zwar für die wirtschaftliche Absicherung, doch nichts in seinem Lebenslauf deutete daraufhin, dass er in der Supersport-WM vorne mitmischen würde. Es kam wie befürchtet: Der 29-Jährige stotterte in zehn Rennen mickrige neun Punkte zusammen, obwohl er auf einem der besten Motorräder im Feld saß. Nach Misano Anfang Juni zog das Team die Reißleine und trennte sich von ihm.
Evangelista hat während der Saison seine Lektion gelernt und gegenüber SPEEDWEEK.com bereits im Sommer gesagt, dass sein Team 2024 wieder vorne mitmischen will und sich dafür mit dem bestmöglichen verfügbaren Fahrer verbünden wird – ohne zuerst auf den Geldbeutel zu schielen.
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Nach dem WM-Finale in Jerez ließ das Team Evan Bros Yamaha den WM-Fünften Valentin Debise auf gleicher Strecke testen. Anschließend äußerten sich alle Beteiligten positiv, inzwischen ist man sich einig, die Saison 2024 gemeinsam zu bestreiten.
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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Mit Debise will Evan Bros als zweites Yamaha-Topteam neben Ten Kate wieder um den Titel kämpfen und an frühere Glanztaten anknüpfen.
2016 stieg Evan Bros mit einer Honda CBR600RR in die Weltmeisterschaft ein, mit Federico Caricasulo und Christian Gamarino (2017) wurden Achtungserfolge erzielt – herausragend war Caricasulos zweiter Platz beim WM-Start 2016 auf Phillip Island. Vor der Saison 2018 wechselte die Truppe der Evangelista-Brüder Fabio und Paolo von Hersteller Honda zu Yamaha und verpflichtete mit dem aus der Moto2-WM kommenden Randy Krummenacher einen sehr schnellen Piloten. Der Schweizer bescherte dem Team in Buriram/Thailand den ersten Sieg und war mit drei Podestplätzen am Jahresende WM-Vierter.
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Damit hatte sich das Team Bardahl Evan Bros unter den Besten etabliert, 2019 wurde Krummi vor seinem damaligen Teamkollegen Caricasulo Weltmeister. 2020 triumphierte Andrea Locatelli für Evan Bros, 2021 und 2022 wurden Steven Odendaal und Lorenzo Baldassarri jeweils hinter dem überragenden Dominique Aegerter (Ten Kate Yamaha) Vizeweltmeister. Für Locatelli und Baldassarri ging das Geschäftsmodell auf, ihnen öffneten die Erfolge mit Evan Bros die Türe für die Superbike-WM. Krummenacher und Odendaal hätten auch weiterhin eine stattliche Mitgift abliefern müssen und zogen sich enttäuscht aus dem SBK-Paddock zurück. Die Pleite mit Mantovani 2023 hat das Team gedanklich bereits verdrängt.
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