In Le Mans wird auch 2019 an der Rennstrecke gebaut

Von Oliver Müller
24h Le Mans
Auch in diesem Winter werden am Kurs in Le Mans Arbeiten durchgeführt. Dieses Mal sind die Bereiche am Museum, dem Dunlop-Bogen und bei Raccordement betroffen. Anfang Februar soll dann alles fertig sein.

Die 24 Stunden von Le Mans haben sich seit der ersten Austragung im Jahre 1923 einen Legendenstatus erarbeitet. Doch nicht nur das Rennen an sich ist mythisch, sondern auch die Rennstrecke auf der es ausgetragen wird. Der sogenannte 'Circuit de la Sarthe' besteht zu circa zwei Dritteln aus öffentlichen Landstraßen, die für das Super-Event im Juni immer abgesperrt werden. Das andere Drittel nutzt Bereiche des 'Circuit Bugatti'. Das ist die 1965 erbaute permanente Strecke der französischen Kleinstadt. Den angesprochenen Mythos interessiert die Kommissare des Weltverbandes FIA jedoch recht wenig, wenn es um die Abnahme des Kurses mit entsprechender Homologation geht. Beide Strecken sind derzeit mit dem Grade 2 der FIA zertifiziert.

Um auch weiterhin diesen Status inne zu haben, wird regelmäßig an der Strecke gearbeitet. Das erhöht beispielsweise auch die Sicherheit von Fahrern, Zuschauern und Mitwirkenden. Im letzten Winter gab es diesbezüglich recht große Anstrengungen, als im hinteren Bereich der Porsche-Kurven neue Auslaufzonen erreichtet werden mussten. Dadurch wurden die Ideallinie neu vermessen und als Folge schrumpfte die Streckenlänge um drei Meter auf nur noch 13,626 Kilometer.

In diesem Jahr haben die Maßnahmen einen viel kleineren Umfang. Hauptsächlich beziehen sie sich auf die Erneuerung der Radsteine, die sich im Lauf der Zeit abgenutzt haben. Betroffen ist insbesondere der Bereich oben am Dunlop-Bogen. Hier räubern die Rennwagen doch immer recht ordentlich über die Streckenbegrenzer.

Dieselben Arbeiten werden auch bei Raccordement durchgeführt. Dieser doch recht unbekannte Streckenabschnitt befindet sich kurz vor Start/Ziel – also genau da, wo die Hersteller immer ihre großen Marketing-Hospitalities mit Balkon aufstellen. «Wir müssen die Strecke in Schuss halten, um den Wettbewerbern einen großartigen Spielplatz zu bieten», erklärt Séverin Galuret, der die Maßnahmen für den ACO überwacht.

Auch die Drainage der Strecke wird verbessert. (Wie wichtig das ist, hat das Beispiel Silverstone im letzten Jahr in erschreckender Weise dargelegt.) So werden im Bereich der Museumskurve (also von Start/Ziel hoch zum Dunlop-Bogen) über eine Länge von 300 Metern neue Rinnensteine gesetzt. «Das sind Blöcke, die auch für Rollbahnen auf Flughäfen verwendet werden», fügt Séverin Galuret stolz an.

Die Bezeichnung 'Garage Vert' assoziieren Besucher des 24-Stunden-Rennens lediglich mit einem Campingplatz. Tatsächlich handelt es sich dabei aber auch um eine Kurve des Bugatti-Circuits. Auch dort wird das Regenwassermanagement nun verbessert. Die Arbeiten haben bereits am 2. Januar begonnen. Am 1. Februar soll die Strecke dann wieder freigegeben werden.

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