Le-Mans-Test: Toyota-Doppelspitze bei Generalprobe

Von Oliver Runschke
24h Le Mans
Toyota hatte beim Testtag in Le Mans alles im Griff

Toyota hatte beim Testtag in Le Mans alles im Griff

Toyota mit den beiden schnellsten Zeiten bei der Le-Mans-Generalprobe vor zwei Audi und Porsche. GTE-Bestzeit geht an Porsche.

Toyota hat sich nach zwei Siegen in der Sportwagen-WM FIA WEC nun auch die Bestzeit beim Vortest für die 24h von Le Mans geholt und geht als klarer Favorit in das bedeutendsten Langstreckenrennen der Welt am 14. und 15. Juni. Am Ende des achtstündigen Tests in Le Mans setzte Sébastien Buemi im Toyota TS040 die Bestzeit (3:23,014 Min.) vor Teamkollege Kazuki Nakajima, der knappe 0,142 Sek. zurück lag. Die beiden Audi R18 e-tron quattro von Bonanomi/Albuquerque und Kristensen/Duval/Di Grassi landeten auf den Rängen drei und vier mit 1,439 Sekunden Rückstand. Marco Bonanomi und Loic Duval brachten das Kunststück fertig auf der 13,6 km langen Strecke mit ihren Audi R18 eine identische Bestzeit (3:24,453 Min.) zu fahren. Der schnellste Porsche 919 Hybrid landete mit Jani/Lieb/Dumas und 1,6 Sekunden Rückstand auf Rang fünf.

Die Bestzeit in der Session am Vormittags ging noch an Marco Bonanomi im Audi R18. Am Nachmittag waren noch die beiden Toyota schneller als der Italiener, der auch in der zweiten Session für die schnellste Audi-Runde verantwortlich war.

Buemi setzte seine Tagesbestzeit gleich zu Beginn der Nachmittagssession, in der letzten halben Stunde verdrängte Nakajima dann die beiden schnellsten Audi R18 auf die Plätze drei und vier und sorgte für eine Toyota-Doppelspitze. Das erwartete Zeitenfeuerwerk in den letzten Runden blieb am Sonntagabend um kurz vor 18:00 Uhr aus. Während sich Audi, Toyota und Porsche dafür präparierten in der letzten Runde nochmals jagt auf die publicityträchtige Bestzeit zu machen, landete Nick Heidfeld drei Minuten vor dem Ende der Session im Rebellion-Toyota in den Reifenstapeln der Porsche-Kurven. Der Abflug von Heidfeld beendet die Session drei Minuten vor dem Ende mit der roten Flagge, der Vierten roten Flagge am Nachmittag. Zuvor wurde die Session nach Abflügen von Simon Dolan (Jota-Zytek-Nissan) und Anton Ladygin (SMP-Oreca-Nissan) sowie Reifentrümmern auf der Strecke drei Mal unterbrochen.

Audi, Toyota und Porsche lagen beim Testtag dichter zusammen als erwartet. Die drei Kontrahenten um den Gesamtsieg trennte am Ende 1,6 Sekunden und gerade Porsche dürfte am Sonntag noch nicht alles gezeigt haben. 

Die LMP2-Bestzeit holte sich Roman Rusinov im Oak-Morgan-Nissan, der Russe verdrängte in der letzten halben Stunde den Murphy-Oreca-Nissan von Chandhok/Gonzales/Berthon auf Rang zwei. Einen guten Einstand feierte das neue Ligier-Coupé. Jann Mardenborough (Oak Racing) drehte mit dem Ligier-Nissan die viertschnellste Runde.

GT-Vorjahressieger Porsche blieb in der GTE-Pro-Klasse über den gesamten Testtag unauffällig. Als es aber drauf ankam, war der 911 RSR da. In den letzten 20 Minuten des Tests setzte Frederik Makowiecki seinen 911 RSR an die Spitze.
Das Porsche Team Manthey war am Nachmittag allerdings nur noch mit halber Kraft unterwegs. Nach einem Ausritt mit anschliessender Flugeinlage in der Ford-Schikane von Jörg Bergmeister war dessen Werks-Elfer zu stark beschädigt, um an der zweiten Session teilnehmen zu können.

Die Zeiten der GTE-Klasse sind aber mit Vorsicht zu geniessen, denn die zweitschnellste GTE-Zeit ging an einen Ferrari 458 aus der GTE-Am-Klasse für Privatteams mit Ruberti/Roda/Montecalvo vor dem schnellsten Werks-458 mit Bruni/Fisichella/Vilander.

Ergebnis Le-Mans-Testtag

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