24h Nürburgring: BMW gewinnt 2020 den Eifel-Klassiker

Von Oliver Müller
24h Nürburgring
Siegt bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring 2020: Der BMW M6 GT3 von Rowe Racing mit Alexander Sims, Nicky Catsburg und Nick Yelloly

Siegt bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring 2020: Der BMW M6 GT3 von Rowe Racing mit Alexander Sims, Nicky Catsburg und Nick Yelloly

Alexander Sims, Nicky Catsburg und Nick Yelloly vom Team Rowe Racing gewinnen die 48. Ausgabe der 24 Stunden auf dem Nürburgring. Audi nur auf Platz zwei. Schnitzer-BMW komplettiert das Podium.

BMW holt sich überraschend den Sieg beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Nach einem spannenden Rennen, das in der Nacht wegen heftigem Regen sogar für einige Stunden unterbrochen wurde, triumphieren Alexander Sims, Nicky Catsburg und Nick Yelloly im M6 GT3 vom Team Rowe Racing. Auf diesem Fahrzeug war auch Philipp Eng gemeldet. Er saß im Rennen jedoch nicht am Steuer des Siegerautos.

«Einfach unglaublich. Das ist mit Abstand mein liebstes Rennen, und ich habe so lange darauf gewartet, hier zu gewinnen. Jetzt hat es endlich geklappt. Fahrer und Team haben keine Fehler gemacht. Jetzt lasst uns feiern», jubelte Catsburg nach dem Rennen. Knapp geschlagen wurde der Audi R8 LMS von Mirko Bortolotti, Christopher Haase und Markus Winkelhock (Audi Sport Team), der zuvor auch einige Zeit die Spitze inne gehabt hatte.

Nach all den Geschehnissen und Dramen der ersten 22 Stunden, gab es für die letzten 120 Rennminuten nochmals weiteres Durcheinander im Feld. Grund dafür war, dass wieder Regen einsetzte. So mussten die Teams entscheiden, zu welchem Zeitpunkt auf Regenreifen gewechselt wird. Hier hatte das Rowe-Team das goldene Händchen: Der BMW von Sims, Catsburg und Yelloly ging als eines der ersten Fahrzeuge auf profilierte Pneus. Da der zu diesem Zeitpunk vorne liegende Audi von Bortolotti, Haase und Winkelhock erst eine Runde später die Bereifung tauschte, übernahm der Rowe-BMW tatsächlich die (nach dem Rennverlauf zuvor ein wenig unerwartete) Führung.

Der am Sonntagmittag noch auf Platz eins fahrende Audi von Nico Müller, Dries Vanthoor, Frédéric Vervisch und Frank Stippler (Audi Sport Team) fiel kurz davor schon auf Platz drei zurück, da auch hier eine Zeitstrafe (wegen eines Verstoßes bei der Ausfahrt aus der Boxengasse) absolviert werden musste. Gut eine halbe Stunde vor Ende musste Vanthoor mit beschädigtem Heck (hinten links) nach einem Leitplanken-Kontakt im Abschnitt 'Klostertal' nochmals unplanmäßig die Box anlaufen und verlor im Klassement somit noch mehr Boden. Am Ende wurde das Fahrzeug Fünfter.

Mit kontinuierlich schnellen Rundenzeiten robbte sich Haase im zweitplatzierten Audi zum Ende des Rennens hin nochmals an den Rowe-BMW ran. (Schon über das ganze Rennen sah Audi mit Regenreifen einfach etwas besser aus als BMW.) Als die letzten Boxenstopps absolviert waren, lagen der BMW und der Audi nur noch rund 18 Sekunden auseinander. Doch es gab keinen Führungswechsel mehr.

«Strategisch hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Es gab Regen im Brünnchen und wir dachten, dass wir auf Slicks weiterfahren können. Doch der Regen ist gewandert und das hat uns wohl den Sieg gekostet. Ich bin mit Platz zwei trotzdem zufrieden», analysierte Haase die entscheidende Situation, die sich wie beschrieben rund zwei Stunden vor Rennende ereignete.

Nicky Catsburg fuhr den Rowe-M6 GT3 mit 15,452 Sekunden Vorsprung über die Ziellinie und sicherte BMW den ersten Sieg beim Eifel-Klassiker seit zehn Jahren. Rang drei und vier ging ebenfalls nach München: Augusto Farfus, Jens Klingmann, Martin Tomczyk, Sheldon v.d.Linde (BMW Team Schnitzer) komplettierten das Podium. Dahinter folgte der zweite Rowe-BMW von Marco Wittmann, Tom Blomqvist und Philipp Eng.

vorläufiger Endstand nach 24 Stunden

Sims/Catsburg/Yelloly - BMW M6 GT3
Bortolotti/Haase/Winkelhock - Audi R8 LMS
Farfus/Klingmann/Tomczyk/S.v.d.Linde - BMW M6 GT3
Wittmann/Blomqvist/Eng - BMW M6 GT3
Müller/Vanthoor/Vervisch/Stippler - Audi R8 LMS
Drudi/Mies/Rast/K. van der Linde - Audi R8 LMS
Arnold/Martin/Jaminet/Kern - Porsche 911 GT3 R
Assenheimer/Baumann/Müller/Engel - Mercedes-AMG GT3

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