Alpine-Fahrer in der WEC: Rennen im Fokus, nicht die Zukunft
Alpine fährt 2026 mit zwei A424 und den Piloten da Costa, Habsburg, Milesi, Gounon, Makowiecki und Martin in der FIA WEC. Doch Ende der Saison steigen sie aus. Das sagen die Fahrer dazu.
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Es war wohl ein Schock, wenngleich auch ein nicht ganz überraschender. Nach der «Bankrotterklärung» von Alpine in der Formel 1 mit der Aufgabe des eigenen Antriebs und dem Wechsel zum Mercedes-Kunden kam im Februar die Bekanntgabe des Rückzugs aus der Langstrecken-WM (WEC) nach Ende der heurigen Saison.
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Damit ist die Zukunft des Einsatzteams Signatech von Philippe Sinault, dem langjährigen Partner und Wegbereiter, und der Fahrer völlig offen. Für die Saison 2026 waren zuvor Langstrecken-Rookie Victor Martins und Routinier Antonio Felix da Costa als Ersatz für Mick Schumacher (nun bei RLL/Indycars) und Paul-Loup Chatin (Genesis/WEC) neu verpflichtet worden. Und der A424 erhielt für diese Saison ein vielversprechendes neues Aeropaket. Was sagen die sechs Piloten zur schwierigen Situation? Fred Makowiecki: «Wir sind Profis, wir müssen unsere Leistung bringen. Wir sind voll motiviert, keine Frage.» - Victor Martins: «Wir sind in einem guten Team und hoch motiviert. In einem Werksteam im WEC zu fahren ist für mich eine Riesenchance in meiner Karriere. Ich freue mich auf meine erste Saison im Sportwagen. In den Singleseaters wusste ich auch nie, was ich die folgende Saison machen würde. Also ist die Situation jetzt nicht wirklich neu.»
Jules Gounon: «Du fokussierst dich auf deinen Job, egal, was später sein wird.» - Ferdinand Habsburg: «Ich wusste nicht, in welcher Stimmung ich das Team vorfinden würde, als ich nach der Bekanntgabe erstmals zu den Jungs kam. Ich fürchtete Niedergeschlagenheit bei allen, doch das Gegenteil war der Fall. Jeder, im Workshop wie beim Test, schien noch motivierter als sonst zu sein, jeder erhöhte seinen Einsatz. Da war nicht ein Funken schlechter Stimmung. Ich war begeistert über das ganze Team, weil sich offensichtlich jeder noch mehr anstrengt. Das ist für mich ein zusätzlicher Motivationsschub.»
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Antonio Felix da Costa: «Von uns als Rennprofis wird erwartet, unseren Job bestmöglich zu machen. Wir wollen das Auto optimieren, um starke Ergebnisse zu erreichen. Wir denken ans nächste Rennen, nicht an das Ende der Saison. Wir werden sehen, was die Zukunft bringen wird.» - Charles Milesi: «Wir wollen zeigen, wie stark wir als Team sein können. Ich habe Vertrauen, dass wir noch viel schaffen können.»
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