Ferrari: «Ein gutes Qualifying wird hier in Imola wichtig sein»
Die FIA WEC startet derzeit in Imola in die Saison 2026. Beim Heimspiel von Ferrari haben bislang die drei 499P dominiert. Doch wie entwickelt sich das Kräfteverhältnis über das Rennwochenende?
Die Saison 2026 der FIA WEC ist eröffnet. Auf der Strecke in Imola fand am heutigen Freitagmorgen (17. April) bereits das erste freie Training statt und zuvor gab es am Dienstag die «Prologue», genannten offiziellen Testfahrten. Beide hatten eines gleich. Jedes mal lagen drei Ferrari an der Spitze des 35 Wagen starken Feldes. Somit haben die italienischen Rennwagen direkt schon einmal die Favoritenrolle für das Rennen am Sonntag (19. April 2026) inne. Aber ist das wirklich so?
«Die Zeiten, die wir im ersten Training und beim Prologue gesehen haben, können nicht direkt miteinander verglichen werden. Denn alle Konkurrenten sind ganz unterschiedliche Programme gefahren», stellt Antonello Coletta (Global Head of Endurance and Corse Clienti bei Ferrari) klar. «Natürlich lagen wir auf den ersten drei Plätzen. Aber um das Kräfteverhältnis wirklich bewerten zu können, müssen wir das Rennen abwarten.»
Was Colletta damit meint, erklärt sein Technik-Chef Ferdinando Cannizzo noch weiter. «Wir waren einer der Wettbewerber, der sowohl beim Prologue als auch im ersten freien Training eine Quali-Simulation unternommen hat. Deswegen lagen die Ferrari auf den ersten drei Plätzen. Aber wenn man die Rennpace der anderen Autos genau anschaut, kann man sehen, dass Ferrari nicht der schnellste ist - oder zumindest nicht der Favorit. Ich denke, dass alle Autos recht eng beieinander sind.»
Schon im Vorjahr war die Qualifikation der Schlüssel
Zwischen den freien Trainings und dem Rennen kommt natürlich noch die Qualifikation. Hier sieht Rennleiter Coletta den Schlüssel für ein erfolgreiches Wochenende. «Meiner Meinung nach ist es wichtig, ein gutes Qualifying zu haben, denn das Überholen ist in Imola recht kompliziert. Somit ist es besser, von vorne im Grid loszufahren als von hinten», beschreibt er und zieht sofort den Vergleich mit 2025. «Letztes Jahr war das Auto #50 nicht aus den Top Zehn losgefahren – und für diesen Fehler haben wir im Rennen dann die Rechnung bekommen. Denn es mussten viele Überholmanöver gemacht werden und somit viele Risiken eingegangen werden.»
Tatsächlich startete der Ferrari von James Calado, Antonio Giovinazzi und Alessandro Pier Guidi 2025 von der Pole-Position und konnte im Rennen den Sieg holen. Das zweite Werksautos von Antonio Fuoco, Miguel Molina und Nicklas Nielsen fuhr hingegen von Rang 18 los. Im Rennen war dann nach einem Kontakt und als Folge einem Reifenschaden mit einer Runde Rückstand nicht mehr als Platz 15 drin.
Somit ist die Marschrichtung für das den am Sonntag anstehenden Saisonauftakt klar. «Ich habe all unseren Fahren gesagt, viel Aufmerksamkeit auf die Qualifikation zu legen», erläutert Colleta.
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