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Dakar AutoKolumne
Chaos in Buenos
Der zeremonielle Start der Dakar 2009 läuft seit dem späten Nachmittag des 2. Januar - das Zentrum der 3-Millionenstadt ist zu.
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Die Begeisterung in Argentiniens Hauptstadt kennt keine Grenzen Die Begeisterung in Argentiniens Hauptstadt kennt keine Grenzen Foto: DPPI
Die Begeisterung in Argentiniens Hauptstadt kennt keine Grenzen © DPPI
Völlig zu. Taxis hupen sich wund, ein paar Helikopter klappern über der breitesten Stadtstrasse der Welt, der 9 de Julio. 28 Sommergrade stehen an, kein Lüftchen geht. Drei ältere Kriegsflugzeuge in Feldgrau hasten völlig formationslos durchs Blau. In allen Nebengassen der Prachtstrasse in der bekannt engen Innenstadt reihen sich grüne Abort-Häuserl auf den Gehsteigen – säuberlich beschildert: für die "damas" und auch für "caballeros". Die Plastikkabinen sehen innen wie aussen völlig identisch aus.
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Am Beginn der Zeremonie – die alle Teilnehmer an Stelle früher exerzierter Prologe vor dem richtigen Start aus dem Parc Fermé am 3. Januar absolvieren müssen – heulte ein Kommentator auf, der sonst offenbar nationale Boxkämpfe analysiert: Die Namen der Motorradfahrer, die als erste die Rampe passierten, sprach er grundsätzlich falsch aus. Es sind ja auch keine Faustkämpfer. Die Präsentation der Motorradler erfolgte – wie gang und gäbe – natürlich in umgekehrter Reihenfolge ihrer Startnummern, um den Auftritt der ganz Grossen wie Cyril Despres, Marc Coma oder David Casteu in späteren Stunden zu feiern, wenn alle Büros geschlossen sind und noch mehr Menschen sich in Achter-, Zehner- oder Zwölferreihen vor die Sperrgitter quetschen. Die Szenerie erinnerte an jene heissen Zuschauer-Höllen, als Lauda in Monza noch Ferrari fuhr. Trotz der gewaltigen Verstärker musste der Heuler nach 15 Minuten passen. Stimmlich zumindest. Eine Dame, deren Spezialgebiet – in Anbetracht ihres unverwechselbaren Ringstils im Sprechgesang – offenbar auch Boxkämpfe sind, übernahm. Es wurde nur ein wenig schriller – aber die Kradreiter störte es nicht, hörten sie doch wenig. Viel Beifall erntete ein Holländer namens van Dam, van Sinten oder van Bergeijk – der Name war nicht zu verstehen, und näher als 100 Meter gelangte niemand heran an die Rampe, auf der sich die Zweiradler präsentierten. Er versicherte der Mikrophone-Dame, dass er seine Frau heiraten werde, falls er wieder heil nach Hause käme. Die 28 Wahnsinnigen – herrlich Wahnsinnige! – auf Quads kamen als nächste zu ihren Auftritten, dann erst die Autos. Davor prüften aber ernstgesichtige Techniker noch einmal die gesamte Rampenstruktur: Vor zwei Tagen war nämlich jenes wacklige Gerüst im Dakar-Dorf vor dem Parc Fermé implodiert, als der erste Wagen drüber rollen sollte.
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