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So geht man als Motorsport-Manager mit der Krise um

Dennis Rostek betreut mit seiner Agentur fünf Fahrer, für die er in der Coronakrise ein Programm zusammenstellen muss. «Problematisch» sei das, gibt er zu. Zum Fahren kommen seine Jungs aber trotzdem.

DTM

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Pole Promotion hatte ordentlich aufgefahren, zu einer virtuellen Pressekonferenz geladen. Kein Wunder: Immerhin verkündete Manager Dennis Rostek das Programm für seine Schützlinge. Und die Bandbreite des Kaders kann sich inzwischen sehen lassen.

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Zum Portfolio gehören René Rast, Sheldon van der Linde, dessen Bruder Kelvin, der für Audi im GT-Sport aktiv ist, Nicki Thiim, der Sohn des DTM-Champions 1986 Kurt Thiim und aktuell Werksfahrer für Aston Martin im Langstreckensport, sowie Rallyetalent Fabian Kreim.

Für Rast, mit dem in den 2000er Jahren alles anfing, ist es inzwischen ein zweites Standbein, er kann sein Wissen und seine Erfahrung einbringen.

"René ist heute im gleichen Alter wie ich war, als ich ihn übernommen habe. Er wird die Firma übernehmen, ist auch schon daran beteiligt", sagte Rostek bei dtm.com: "Er hat da auch großen Spaß daran. So war er zum Beispiel auch an der Entscheidung beteiligt, die van-der-Linde-Brüder zu betreuen. Das war die erste Entscheidung, die ich nicht alleine getroffen habe, sondern wir zusammen. So orientieren wir uns auch für die Zukunft."

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Rostek hat trotz Corona Programme für seine Fahrer auf die Beine stellen können. Rast fährt in der Formel E und bei ausgewählten GT-Rennen, außerdem hofft er weiter auf die DTM.

Sheldon van der Linde bekam bei BMW einen neuen Zweijahresvertrag, Kelvin van der Linde steht vor einem DTM-Engagement, er ist seit Jahren im Audi-Kundensportkader.

Für Rostek ist es keine einfache Aufgabe angesichts der Lage im Motorsport, die sich durch Corona in den vergangenen Monaten verschärft hat. Die Zukunft ist an vielen Stellen unklar. Es ist allerdings deutlich einfacher, Hochkaräter wie Rast oder die van der Lindes unterzubekommen.

Wie geht man damit um als Agentur, wenn die Zukunft schwierig zu gestalten ist und angekündigte Ausstiege wie die von Audi und BMW aus der Formel E oder Komplett-Rückzüge wie von Volkswagen weiter verunsichern?

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"Für uns ist das problematisch. Wir haben uns aber den Herausforderungen gestellt", sagte Rostek.

"Am Anfang sah das aus wie ein riesiger Berg, vor dem wir alle standen. Wir haben es hinbekommen, dass wir Autorennen fahren konnten. Was fehlt, sind die Zuschauer und die Emotionen. Ich hoffe, dass wir schnell dahin zurückkommen, und dann werden wir auch schnell wieder positive Botschaften haben, denn das brauchen wir. Im Moment stellen wir uns dafür auf, und hoffen, dass wir schnell geimpft werden und wir die Pandemie in den Griff bekommen", so Rostek.

Auch für Rast waren es "keine einfachen Monate. Und es werden auch jetzt keine einfachen Monate. Viele Programme wurden gekürzt oder eingestellt. Wir hoffen, dass wir weiterhin Motorsport machen können und dürfen. Was Dennis auf die Beine gestellt hat, davor muss man den Hut ziehen. Fünf Programme in so kurzer Zeit, das ist eine riesige Leistung in dieser schwierigen Zeit."

Ganz generell ist Rostek nicht nur Manager, sondern auch Kumpel und Kümmerer. "Viele denken, dass ein Fahrermanager derjenige ist, der 20 oder 30 Prozent verdient von einem Vertrag, den er macht, und das war es dann", so Rostek.

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Der Manager weiter: "Es ist aber viel, viel weitreichender. Ich habe zu jedem von den Fahrern eigentlich jeden Tag Kontakt. Ich kenne von jedem auch die Wehwehchen: ich weiß, wie es privat aussieht. Das fängt beim Blitzerfoto an und das hört bei Krankenkassen und Freundinnen auf. Jeder hat so seine eigenen Sorgen und Sachen, die ihn beschäftigen. Meine Frau sagt immer: ‚Wir haben selbst drei Mädchen, plus die fünf Jungs, die wir haben, also haben wir acht Kinder’. Deswegen sage ich auch: ‚Ich bin kein Manager, ich bin Berater’. Das ist für mich sehr wichtig."

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