YART-Yamaha jubelt über Le-Mans-Pole – Marvin Fritz bremst Euphorie
YART-Yamaha startet mit der Le-Mans-Pole in die EWC-Saison 2026. Marvin Fritz glänzt im Qualifying und spricht über Fortschritte, Teamarbeit und die Herausforderung im Rennen.
YART-Yamaha ist der perfekte Start in die neue Langstrecken-WM-Saison 2026 gelungen: Beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans sicherte sich das Weltmeister-Team die Pole-Position – und damit auch die ersten wichtigen Punkte.
Besonders bemerkenswert: Der Vorsprung auf die Konkurrenz war minimal. Gerade einmal 0,032 Sekunden trennten YART von BMW – ein hauchdünner Unterschied, der die hohe Leistungsdichte im Feld unterstreicht. Für das Team bedeutet die Pole nicht nur die beste Ausgangsposition für den Rennstart, sondern auch die ersten fünf Meisterschaftspunkte. Damit liegt YART bereits vor dem Start des Klassikers an der Spitze der Gesamtwertung.
YART zeigte massive Steigerung
Dabei deutete in den Testfahrten unter der Woche noch wenig auf diese Dominanz hin. YART fiel zunächst nicht mit Bestzeiten auf, arbeitete sich aber Schritt für Schritt nach vorne. Die Strategie, sich voll und ganz auf das Renntempo und weniger auf Quali-Simulationen zu konzentrieren,
Dass er mit seinen Teamkollegen im Qualifying vorne lag, sorgte für reichlich gute Laune. «Die Pole-Position ist mega für uns! Es ist ein guter Start in die neue Saison – nicht nur wegen dem Startplatz an sich sondern auch wegen der fünf Punkte, die wir für die Meisterschaft sichern konnten. Das ist ganz wichtig. Jeder Punkt zählt, im vergangenen Jahr holten wir mit einem Punkt Vorsprung den Titel», erklärte Marvin Fritz im Gespräch mit SPEEDWEEK.com.
Der Deutsche hob vor allem die Entwicklung innerhalb des Teams hervor: «Von Dienstag bis heute haben wir riesige Schritte gemacht mit dem Team. Ehrlich gesagt hatten wir am Dienstag noch Rückstand. Doch wir fanden ein paar Sachen und haben viele Analysen gemacht. Wir konzentrierten uns sehr stark auf das Renntempo und weniger auf eine Runde. Im Qualifying hat alles sehr gut zusammen gepasst. Karel (Hanika) fuhr einen neuen Rundenrekord und auch mir gelang eine super Zeit. Wir sind motiviert für das Rennen. Die eigentliche Arbeit geht natürlich erst morgen los, wenn die 24 Stunden beginnen.»
Viel Verkehr in Le Mans: 60 Teams teilen sich 4,2 Kilometer Rennstrecke
Trotz der starken Ausgangslage warnt Fritz vor zu viel Euphorie. Die Konkurrenz sei breit aufgestellt und traditionell schwer zu schlagen: «Suzuki wird wieder stark sein, genau wie Honda und BMW. Es gibt einige Bridgestone-Teams, die stark sein werden. Es kann viel passieren», so der YART-Pilot.
«Die Schnellsten haben in Le Mans noch nie gewonnen. Man muss mit Kopf an die Sache rangehen, weil hier über 60 Teams an den Start gehen und es auch einige langsame gibt. Die Unterschiede zwischen den Teams sind sehr groß. Man kann schnell zwei oder drei Sekunden pro Runde verlieren oder einen Fehler machen. Es wird auf jeden Fall interessant», fiebert Fritz dem Rennstart entgegen.
Die Startaufstellung aus den kombinierten Zeiten nach dem Q2:
YART Yamaha (Fritz, Hanika, Mercado), Yamaha R1, 1:34,335 min
BMW Endurance (Reiterberger, Van der Mark, Odendaal), BMW M1000RR, 1:34,367 min
Autorace Ube Racing (Uramoto, Guintoli, Soomer), BMW M1000RR, 1:34,633 min
Marc VDS (De Puniet, Marino, Delbianco), Yamaha R1, 1:34,947 min
F.C.C. TSR Honda (Techer, Perolari, McPhee), Honda CBR1000RR-R, 1:35,006 min
SERT Suzuki (Black, Masson, Linfoot), Suzuki GSX-R1000R, 1:35,346 min
Tati Team Ava6 (Clere, Di Meglio, Vinales), Honda CBR1000RR-R, 1:35,348 min
Kawasaki Webike (Ramos, Gamarino, Leblanc), Kawasaki ZX-10RR, 1:35,389
ERC Endurance (Schrötter, Foray, Checa), BMW M1000RR, 1:35,648 min
Team Etoile (Okubo, Toba, Ito), BMW M1000RR, 1:36,053 (STOCK)
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