Barcelona-Test: Ferrari-Debüt, Verstappen im Kies, Regen, 7 Teams geben auf
Das hat den Rennställen noch gefehlt: Regen beim Test auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya beschneidet das Programm. Sieben Teams werfen das Handtuch, darunter Mercedes, McLaren und McLaren.
Erster Formel-1-Wintertest, gefahren auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya. Oder besser: eben nicht gefahren. Denn der zweite Tag wird beeinträchtigt, nach 90 Minuten auf trockener Bahn begann es zu regnen.
Die Teams reagierten schnell. Zur Erinnerung: Der Test umfasst fünf Tage (26.–30. Januar), nur an drei davon darf ein Team auf die Bahn gehen. McLaren wollte eigentlich mit dem neuen Modell MCL40 am Dienstag, dem 27., mit der Arbeit anfangen, noch ist der Konstrukteurs-Weltmeister aber nicht auf der Bahn zu sehen gewesen.
Nur zwei Autos auf der Bahn
Naheliegend, dass McLaren so vorgeht, wie es Mercedes und Haas bald bestätigten: Wegen des Regens wird der Dienstag als Ruhetag verwendet. Bei Mercedes war das so nicht geplant, bei Haas hingegen von Anfang an.
Auch bei Alpine, Audi und Cadillac wurde beschlossen – so ist das wenig sinnvoll, auch sie verzichten am 27. Januar aufs Fahren.
Mercedes: Regen erzeugt Dilemma
Mercedes-Chefingenieur Andrew Shovlin: «Wir haben bei Pirelli nicht allzu viele Sätze von Intermediate-Reifen, da könnten uns bald mal die Walzen ausgehen. Zudem – wir wissen noch nicht, ob noch ein weiterer Regentag kommt. Es ist zwar nützlich, das Auto auch auf nasser Bahn kennenzulernen, aber wir wollen da nichts überstürzen.»
Wer hat denn überhaupt von Formel-1-Lieferant Pirelli Reifen für nasse Bahn bestellt? McLaren, Mercedes, Aston Martin, Alpine und Cadillac haben bei den Italienern 4 Sätze Intermediates bestellt und je einen Satz Regenreifen. Bei Red Bull Racing und Ferrari lautet die Kombination 4/2, bei den Racing Bulls 5/2, bei Haas 6/2, bei Audi 4/3.
Vom schlechten Wetter unbeeinträchtigt: Williams und Aston Martin. Williams ist gar nicht erst nach Spanien gereist, und Aston Martin wird frühestens am Donnerstag ins Testgeschehen eingreifen. Beide Teams sind mit der Arbeit in Verzug.
Aston Martin bestätigt Stoffel Vandoorne
Apropos Aston Martin: Die Grünen haben bestätigt, dass der Belgier Stoffel Vandoorne 2026 als Test-, Ersatz- und Simulationsfahrer im Team bleibt. Zweiter Reservist: der US-Amerikaner Jak Crawford.
Auf der Bahn hingegen: Charles Leclerc im Ferrari und Max Verstappen im Red Bull Racing RB22. Der 71-fache GP-Sieger rutschte nach einer halben Stunde kurz in den Kies, rote Flagge, konnte aber sein Auto wieder flottmachen. Die Pause dauerte nur kurz. Die Temperaturen waren mit 9 Grad eher mau.
Als absolvierter Testtag gilt, wer auf die Bahn geht. Würde ein Team also mit einem neuen Auto kurz vor Feierabend noch ein paar Funktionsrunden zurücklegen, wäre damit ein Testtag flöten. Halbe Arbeitstage gibt es nicht.
Sind diese Zeiten echt?
Zur Erinnerung: Die Formel 1 veröffentlicht keine Rundenzeiten. Das hat unsere Kollegen der britischen Sky nicht davon abgehalten, nach dem ersten Testtag eine Tabelle zu veröffentlichen. Wir bitten um Genuss mit Vorsicht, aber normalerweise liegen die Sky-Kollegen nicht komplett falsch, also …
Bevor es über dem Circuit de Barcelona-Catalunya zu regnen begann, soll Max Verstappen eine 1:19,580-min-Runde gezeigt haben. Wir können das nicht nachprüfen. Aber was wir mit Sicherheit sagen können: Der neue Motor von Red Bull Powertrains/Ford macht bislang einen überaus soliden Eindruck.
Ferrari und Red Bull Racing nutzten die Verhältnisse vor der Mittagspause für einige Runden mit den (blau markierten) Regenreifen von Pirelli.
Detail bei Ferrari: Bryan Bozzi, Renningenieur von Charles Leclerc mit italienisch-dänischen Wurzeln, kümmert sich hier nicht nur um den Monegassen, sondern im weiteren Verlauf des Tests auch um Lewis Hamilton. Ferrari hat noch nicht bestätigt, wer Nachfolger des querversetzen Ex-Hamilton-Ingenieurs Riccardo Adami wird.
Am Nachmittag soll der Regen intensiver werden.
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