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BWT: So wurde aus Force India der rosarote Panther

Die einen lieben ihn, die anderen rümpfen die Nase – der rosa lackierte Force-India-Renner von Pérez und Ocon lässt keinen kalt. Wir erklären, wie es zum Vertrag mit BWT (Best Water Technology) kam.

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So einen Hingucker wie den Force India in Melbourne gab es selten in der Formel 1. Denn noch nie rollte ein GP-Bolide in Rosa aus der Box. Das Fahrerlager hatte sofort den Namen parat: "Pink Panther". Den Verursachern des Renners in Pink konnte das alles nur Recht sein: Der neue Hauptsponsor BWT (Best Water Technology) schaffte schon in den ersten Stunden als Formel-1-Neuling die erhoffte und erwünschte Aufmerksamkeit.

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Der Motorsport ist dem österreichischen Unternehmen und seinem rennsportaffinen Chef Andreas Weissenbacher nicht fremd. Denn schon in der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) fahren zwei Mercedes in rosa Lackierung mit dem blauen Firmenkürzel, 2017 erneut vom Tiroler Berger-Neffen Lucas Auer gesteuert, dazu neu vom Genfer Neuzugang Edo Mortara.

"Mit dem DTM-Engagement erreichten wir punktgenau unsere Ziele. Und es war auch eine vielbeachtete Aktion, wie wir zum vorjährigen Saisonfinale 5000 Kunden in einheitlicher Kleidung nach Hockenheim brachten", erklärt Lutz Hübner, der Geschäftsführer für Deutschland, Österreich und die Schweiz und Leiter des globalen Marketings. "Die Resonanz auf unseren DTM-Auftritt hat natürlich Gedanken an die Formel 1 als globale Serie aufkommen lassen."

Der Weg zu Force India, dem im britischen Silverstone beheimateten Rennstall des umstrittenen indischen Industriellen Vijay Mallya, führte über Umwege.

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BWT sprach zuerst mit DTM-Partner Mercedes, dann mit Toro Rosso und Sauber – und scheiterte jeweils mit dem Wunsch eines ganz in Rosa gehaltenen Wagen-Designs. Force India war aber finanziell in angespannter Lage. "Die Gespräche mit Geschäftsführer Otmar Szafnauer verliefen sofort harmonisch und bewegten sich in die richtige Bahn", erläutert Hübner.

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Dazu half auch, dass der in Michigan aufgewachsene Szafnauer aus einer altösterreichischen Familie aus Temesvár stammt. "In wenigen Wochen war alles klar", sagt Hübner. In Formel-1-Kreisen wird der Deal als Schnäppchen für BWT gesehen, denn kolportiert werden 15 Millionen Euro pro Saison – für zwei Autos des WM-Vierten 2016 mit Vollbranding verblüffend günstig.

BWT, mit mehr als 3500 Mitarbeitern, vier Produktionsorten (neben Mondsee in Paris, Süddeutschland und der Schweiz) und über 600 Millionen Euro Umsatz breit aufgestellt, will mit dem Formel-1-Engagement einen neuen, eben anlaufenden Geschäftszweig forcieren: "Gesundes Wasser für alle", erklärt Hübner.

Der neue Filter soll Leitungswasser mit Magnesium anreichern und nicht nur die Trinkqualität heben, sondern auch mehr Wohlbefinden im Bad bringen. Kosten des gesunden Perlwassers für einen Endverbraucher in einem Einfamilienhaus: "1500 bis 3500 Euro", sagt Hübner, der immens grosses Potenzial für das zweite Standbein neben Wasseraufbereitungsanlagen ortet.

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Damit ist BWT 26 Jahre nach dem ersten Versuch eines Formel-1-Engagements dort angekommen, wo man schon in den 90er Jahren beginnen wollte. Denn Weissenbacher sprach 1991 mit der Agentur WWP über eine Unterstützung für Roland Ratzenberger, falls dieser den zweiten Jordan-Ford bekommen sollte.

Das Cockpit neben Andrea de Cesaris ergatterte dann jedoch Bertrand Gachot – und im August 1991 ein gewisser Michael Schumacher. Und aus Jordan wurde im Lauf der Jahre Midland, Spyker und schliesslich Force India.

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