Red Bull Racing-Teamchef Laurent Mekies: «Lässt sich nicht beschönigen»
Nach einem enttäuschenden F1-Rennwochenende in den Niederlanden steht bei Red Bull Racing Ursachenforschung an: Wurde die Konkurrenz über den Sommer besser? Oder hatte das Team ein Zandvoort-Problem?
Für Red Bull Racing war es in Zandvoort ein Auf und Ab der Gefühle: Vor dem Rennwochenende kam die bittere Nachricht, dass Isack Hadjar mit einer Handgelenksverletzung den GP der Niederlande verpasst. Liam Lawson von den Racing Bulls rückte ins Schwesterteam auf und ersetzte den Franzosen. Er sollte bei seinem 2026er-Debüt für Red Bull Racing einen soliden siebten Platz einfahren. Ebenfalls vor dem Rennwochenende gab das Team eine frohe Botschaft bekannt: Der viermalige Weltmeister Max Verstappen verlängert seinen Vertrag bei Red Bull Racing langfristig.
Im Grand Prix der Niederlande lief es dann überhaupt nicht wie erhofft: Verstappen verunfallte gleich zu Beginn seines letzten Heimrennens (Zandvoort fällt künftig aus dem Kalender). Der Niederländer schlug in Runde 2 schwer in die Bande ein, war aus dem Rennen. Er war auf der regennassen Fahrbahn weggerutscht. Zum Glück verletzte sich Verstappen dabei aber nicht.
Mekies: Schwieriges Wochenende!
Red Bull Racing-Teamchef Laurent Mekies sagte nach dem Zandvoort-Rennen: «Es war ein schwieriges Wochenende. Das Wichtigste ist, dass es Max gut geht. Es war ein ziemlich heftiger Unfall, und wir waren alle froh, dass er unverletzt aus dem Auto steigen konnte. Das ist das Wichtigste.»
Keine Punkte für Verstappen, der von einem enttäuschenden siebten Startplatz ins Rennen gegangen war. Hadjar-Ersatz Liam Lawson holte im ungewohnten Auto immerhin Platz 7 und entsprechend sechs Punkte. Dennoch ein Resultat, das weit hinter den eigenen Erwartungen zurückblieb, wie Mekies eingestehen musste.
Leistung lässt sich nicht beschönigen
Mekies: «Was die Leistung angeht, lässt sich nichts beschönigen. Es war ein sehr hartes Wochenende, und es scheint, als hätten wir im Vergleich zu unserer Situation vor der Sommerpause einen kleinen Rückschritt gemacht.»
Der Franzose gibt zu bedenken: «Natürlich werden wir nie erfahren, wie das tatsächliche Tempo des Autos im Rennen mit Max gewesen wäre, aber man kann definitiv sagen, dass es im Verlauf der Sessions für uns deutlich schwieriger war als in Österreich, Belgien oder Ungarn.» Da holte das Team jeweils einen Podiumsplatz (Verstappen Zweiter in Spielberg, Dritter in Spa und Zweiter in Budapest).
Hat sich die Konkurrenz verbessert?
Mekies: «Wir haben nun harte Arbeit vor uns, um uns neu zu sortieren und herauszufinden, ob es einfach daran liegt, dass die Konkurrenz bei der Weiterentwicklung des Autos bessere Arbeit geleistet hat als wir, oder ob uns hier in Zandvoort etwas stärker eingeschränkt hat, als es eigentlich hätte sein sollen. Damit werden wir uns in den nächsten zwei Wochen beschäftigen, bevor wir in Monza gemeinsam zurückschlagen.» Nach einer Woche Pause steigt am 6. September der Italien-GP.
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