Mercedes-Routinier George Russell: «Habe nicht vergessen, wie man fährt»
Während Kimi Antonelli in Miami seinen 3. GP-Sieg einfahren konnte, musste sich George Russell mit dem 4. Platz begnügen. Das Selbstvertrauen des Briten ist aber nicht angeknackst, wie er beteuert.
Kimi Antonelli hat in Miami seine WM-Führung ausbauen können. Der erst 19-jährige Rennfahrer aus Bologna fuhr zum dritten Mal in Folge von der Pole zum GP-Sieg – und wurde anschliessend von allen gefeiert. Er führt die WM mit einem Vorsprung von 20 Punkten auf seinen Teamkollegen George Russell an.
Obwohl Kimi sein Talent bereits in seiner Debüt-Saison in der Königsklasse unter Beweis gestellt hat – ,it einem derart starken Saisonstart des Teenagers hatten die wenigsten Fahrerlager-Dauergäste gerechnet. Doch sein Teamkollege, der sich im Miami-GP mit dem vierten Platz begrüssen müsste, ist nicht überrascht.
Lob für Gegner aus dem eigenen Team
Auf die Frage, ob er den Gegner aus den eigenen Reihen unterschätzt habe, sagte der Mercedes-Routinier entschieden: «Nein, überhaupt nicht. Er ist ein fantastischer Fahrer und war seit Tag 1 aussergewöhnlich schnell unterwegs. Du gewinnst nicht in allen Nachwuchsklassen, wenn du nicht über den nötigen Speed verfügst.»
Und Russell betonte: «Klar, Kimi ist derzeit in Top-Form und er hat einen guten Schwung. Aber ich habe genug Erfahrung, was mich selbst und den Verlauf von WM-Fights angeht, und ich weiss, dass das Pendel im Laufe eines Jahres auch in die andere Richtung schwingt.» An die WM denke er nicht. «Ich will einfach wieder aufs höchste Podesttreppchen steigen. In den ersten drei Rennen hatte ich die Performance, um das zu schaffen. An diesem Wochenende war das ganz klar nicht der Fall.»
Keine Chance in Miami
Im gleichen Atemzug stellte der ehrgeizige 28-Jährige aber auch klar: «Ich vertraue immer noch auf meine Fähigkeiten und ich habe nicht vergessen, wie man fährt. Ich hatte jetzt einfach eine etwas kniffligere Phase, aber wir haben erst vier Rennen bestritten, es liegt also noch ein langer Weg vor uns.»
Das Rennen in Miami war «einfach schwierig», erklärte er rückblickend. «Der Start fühlte sich ganz in Ordnung an, ehrlich gesagt war ich in den ersten Runden noch bei der Musik. Aber auf den harten Reifen war ich dann im Niemandsland.» Dennoch kann er dem vierten GP des Jahres auch etwas Positives abgewinnen: «In den letzten 10 Runden war ich sehr viel konkurrenzfähiger. Ich habe viel ausprobiert und einige Einstellungen beim Differenzial und den Bremsen verändert. Ich war damit sehr viel näher an der Konfiguration, mit der Kimi das ganze Wochenende unterwegs war. Und das hat einen grösseren Unterschied gemacht, als ich gedacht habe. Aber dennoch, es war wie gesagt kein gutes Wochenende. Und diese Piste ist seit jeher ein schwieriges Pflaster für mich.»
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