George Russell nach Silverstone-GP: «Deshalb darfst du niemals aufgeben»
George Russell erlebte beim Heimspiel auf dem Silverstone Circuit ein Wechselbad der Gefühle. Als das Pech zuschlug, reagierte er ungewöhnlich – und wurde dafür belohnt, wie er hinterher berichtete.
Mit dem Rennen auf dem Silverstone Circuit stand das Heimspiel für George Russell an. Und das hatte es in sich. Denn für den Briten aus dem Mercedes-Team war die Ausgangslage deutlich schlechter als für seinen Teamkollegen und ärgsten WM-Gegner Kimi Antonelli, der von der Pole losfahren durfte. Russell musste hingegen mit dem vierten Startplatz Vorlieb nehmen, vor ihm fuhren sein Stallgefährte und die beiden Ferrari-Stars Charles Leclerc und Lewis Hamilton los.
Der 28-Jährige liess sich davon nicht entmutigen, er verteidigte seine Position beim Start und war gerade dabei, gegen Max Verstappen und Hamilton um einen Platz auf dem Podesttreppchen zu kämpfen, als ihn das Team darüber informierte, dass er einen schleichenden Plattfuss hatte. «Ich habe nicht einmal richtig darauf reagiert», berichtete er hinterher.
«Wir hatten in diesem Jahr schon einiges Pech und als mir gesagt wurde, dass ich einen schleichenden Plattfuss hatte, war ich gerade dabei, Max zu überholen, um die dritte Position zu erobern. Ich dachte mir nur: 'Ah, jetzt geht das schon wieder los», erzählte Russell, der die Box ansteuern musste und erneut zurückfiel.
Unerwartete Wendung auf den letzten Runden
Doch dann spielte ihm der Rennverlauf in die Hände, sein Teamkollege Kimi Antonelli wurde durch ein abgebrochenes Teil an seinem GP-Renner zurückgeworfen und hatte einige Mühe, auf der Strecke zu bleiben - wofür er noch eine Zeitstrafe kassierte. Verstappen beendete das Rennen im Kiesbett und sorgte für eine Safety-Car-Phase, die bis zum Fallen der Zielflagge dauerte. Und weil Ferrari die Gelegenheit zum Reifenwechsel nutzte, kreuzte Russell die Ziellinie letztlich als Zweiter.
Der siebenfache GP-Sieger hatte selbst nicht mehr mit einem so starken Ergebnis gerechnet. Er erklärte nach dem Aussteigen: «Ich kam nach meinem ungeplanten Stoll hinter Isack Hadjar als Siebter wieder auf die Bahn, und hätte mir da einer gesagt, dass ich 14 Runden später als Zweiter ins Ziel kommen würde, dann hätte ich das nur bei einem Wolkenbruch für möglich gehalten. Doch so ist unser Sport. Deshalb ist es wichtig, dass du einfach weitermachst, du darfst niemals aufgeben.»
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