Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner zieht nach dem ersten Barcelona-Testtag eine positive Zwischenbilanz und erklärt, warum er die Aufregung um die geklonten Autos nicht versteht.
Am vergangenen Wochenende fand in Kuala Lumpur das große MotoGP-Saisonstartevent statt. SPEEDWEEK.com-Autor Adam Wheeler mit einer Bewertung der visuell opulenten Eröffnungsveranstaltung.
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Auch das Red Bull Racing-Team erlebte einen störungsfreien Auftakt in die Vorsaison-Testfahrten. Max Verstappen spulte in den acht Stunden 117 Runden auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya ab und gab hinterher ein positives erstes Feedback zum RB16. Teamchef Christian Horner freute sich: "Es war ein ziemlich starker Tag für uns, ich denke, mit 117 Runden haben wir mehr als je zuvor am ersten Barcelona-Testtag geschafft. Das war fast die dreifache GP-Distanz, die unser Fahrer hier abgespult hat. Und die ersten Rückmeldungen zum Auto sind positiv. Es gab einige Bereiche, die wir verbessern wollten, und insgesamt war es ein guter Tag."
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Da auch die Konkurrenz keine grösseren Probleme bekundete, stellt sich die Frage: Sind sechs Testtage vor dem Saisonstart immer noch zu viel? Horner dazu: "Drei Tage pro Fahrer sind schon wenig, wenn man bedenkt, dass es mehr als 20 Rennen sind. Es war gestern ein langer Tag, vielleicht hätte man schon um 17 Uhr statt erst um 18 Uhr aufhören sollen. Aber es zeigt, wie zuverlässig die Autos geworden sind." "Grundsätzlich gilt ja: Je weniger getestet wird, desto unvorhersehbarer fallen speziell die ersten Rennen des Jahres aus.. So gesehen könnte man argumentieren, dass man die Tage weiter reduziert. Wenn wir nunmehr drei Testtage haben, wird es für die Fahrer eine echte Herausforderung, und das würde natürlich den erfahreneren Piloten in die Hände spielen", führte der Brite aus.
Mit Blick auf die Konkurrenz analysierte Horner auch: "Mercedes sieht hier sehr stark aus, was auch zu erwarten war. Als mehrfache Weltmeister sind sie natürlich die Messlatte. Ferraris Leistung war schwer einzuschätzen, Racing Point sah auch gut aus. Aber generell ist es schwer zu sagen, wer wo steht, weil alle ein eigenes Programm verfolgen und man nicht weiss, was sie jeweils machen. Wir schauen in dieser Woche deshalb nicht zu sehr auf die Rundenzeiten."
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Gelassen blickt der 46-Jährige auch auf die Auto-Klone im Feld, die viel kritisiert wurden. Dass der Racing Point-Renner stark an den W10 erinnert, stört ihn nicht: "Kooperationen machen Sinn, sonst müssten Teams wie AlphaTauri, Racing Point, Haas oder Alfa Romeo deutlich mehr Ressourcen finden, wenn sie keine Aufhängungen und Getriebe kaufen könnten. Die ganze Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist sehr intensiv und benötigt die entsprechenden Mittel. Einige gehen beim Klonen weiter als andere, aber solange es im Rahmen des Erlaubten bleibt, habe ich kein Problem damit."
Am vergangenen Wochenende fand in Kuala Lumpur das große MotoGP-Saisonstartevent statt. SPEEDWEEK.com-Autor Adam Wheeler mit einer Bewertung der visuell opulenten Eröffnungsveranstaltung.
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