Das sagt Franco Colapinto über den schweren Bearman-Unfall
Als Oliver Bearman (Haas) Franco Colapinto (Alpine) überholen wollte, verunfallte der Brite schwer. Wie der Argentinier die Situation im Rückspiegel mitverfolgte und was zum Crash beitrug.
Der heftige, aber zum Glück nicht folgenschwere Unfall von Haas-Pilot Oliver Bearman in Suzuka bewegte nach dem Formel-1-GP die Fahrer. Einer war ganz nah dabei: Alpine-Fahrer Franco Colapinto war derjenige, den Bearman überholen wollte, als der Brite crashte. Colapinto verfolgte den schweren Einschlag im Rückspiegel.
Colapinto sagte nach dem Rennen über die Szene mit Bearman: «Es war wirklich seltsam, sein Geschwindigkeitsunterschied war so groß, dass es fast so war, als wäre ich auf einer Out-Lap – es war wirklich merkwürdig. Es ist eine Kurve, die wir mit Vollgas nehmen, und er war 50 km/h schneller als ich.» Bearman zog mit einem Affenzahn vorbei – und verlor die Kontrolle.
Bearman überholte im Rutschen
Wie eklatant der Tempo-Unterschied in der Situation war, beschreibt Colapinto eindringlich: «Als ich in meine Spiegel schaute, drehte er sich auf dem Gras und überholte mich sogar – man kann sich also den Geschwindigkeitsunterschied vorstellen.»
Der Argentinier: «Ich habe den Boost in dieser Geraden nie genutzt, aber ich glaube, Ollie hat ihn genutzt, denn er sah wirklich stark aus und war viel schneller als in seiner vorherigen Runde, und das ist ein wirklich großer Unterschied.»
Geschwindigkeitsunterschied entscheidend
Colapinto zu den Risiken: «Ich glaube, ab einem bestimmten Punkt wird es wirklich gefährlich, und ich bin froh, dass es ihm gut geht. Ich habe ihn im Fahrerlager herumlaufen sehen, und er schien in Ordnung zu sein.» Keine Brüche, nur eine Prellung des Knies lautete die Diagnose. «Ich habe mich nicht bewegt oder so, also denke ich, dass der Geschwindigkeitsunterschied und die Gummireste eine Rolle gespielt haben, aber entscheidend war, dass ein Auto 50 km/h schneller war, und dann wird es gefährlich.»
Wieder war Colapinto dabei, als es brenzlig wurde. In Melbourne hatte er mit einer starken Reaktion einen schweren Startunfall verhindert. Der als Formel-1-Rüpel geltende Colapinto reagierte in Australien stark – und wurde auch in Japan von der Schuld freigesprochen
Colapinto: «Es ist das gleiche wie in Melbourne, nur dass das beim Start des Rennens war und ich jemandem ausweichen musste, der 100 km/h langsamer war, aber das sind die Dinge, die mit diesen Autos passieren, und wir müssen einfach verstehen, wie wir das Problem etwas entschärfen können.»
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