Charles Leclerc (Ferrari): «Da kratzt man sich schon am Kopf…»
Ferrari-Pilot Charles Leclerc gibt zu: Die neuen Motoren in der F1 so komplex, dass er sich manchmal am Kopf kratzt und versucht zu verstehen, warum man so viel Tempo auf der Geraden verliert.
Nach den Anpassungen im Reglement ab dem Miami-GP war es etwas ruhiger geworden in der Formel 1 rund um Energiemanagement und Super-Clipping, das berüchtigte Aufladen der neuen Motorengeneration ab 2026. Doch nach den Rennen auf den beiden Traditions- und Highspeed-Kursen in Silverstone und Spa sind die Stimmen der Kritiker wieder lauter geworden: Denn auf den beiden Rennstrecken ist das Aufladen der Batterien eine Herausforderung gewesen.
Besonders Leidtragender war George Russell, der ein Problem mit der Batterie an seinem Mercedes hatte, zurückfiel und dann nach einer Kollision mit seinem früheren Teamkollegen Lewis Hamilton ausschied. Aber auch andere klagten darüber, wie mühselig es auf dem bergigen Kurs mit den vielen langen Geraden durch die Ardennen gewesen ist, die Batterieanteile des Motors wieder aufzuladen. Manchmal ist das Energiemanagement unberechenbar.
Motoren so komplex!
Charles Leclerc, der im Belgien-GP Zweiter wurde, sagte nach dem Rennen: «Ich weiß natürlich nicht, was Georges Problem war, aber ich kann nur sagen, dass so etwas vorkommt. Diese Antriebseinheiten sind so komplex, dass es Tage gibt, an denen man sich schon am Kopf kratzt und versucht zu verstehen, warum man auf den Geraden so viel an Geschwindigkeit verliert.» Noch tun sich selbst Teams, Fahrer und Motorenlieferanten schwer mit einem vollen Verständnis der Motoren.
Leclerc: «Das war bei mir am Freitag und im dritten freien Training ein bisschen der Fall. Im Qualifying lief es dann durch eine kleine Feinabstimmung wieder gut. Es ist einfach sehr schwierig, aber für einen Fahrer manchmal auch sehr frustrierend, denn selbst wenn man sein Bestes gibt, gibt es Dinge im Hintergrund, die sich ständig ändern, und das ist nicht gerade angenehm.»
Gute Neuigkeiten für die Fahrer, deren Klagen am Spa-Wochenende zahlreich waren, und für traditioneller orientierte Fans: Am Wochenende in Budapest auf dem kurvigen Hungaroring dürfte das Aufladen wieder fast wie von selbst passieren und das Energiemanagement kein so großes Thema sein.
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