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Eric Boullier: McLaren-Renault-Projekt braucht Zeit
2018 wird McLaren nach drei enttäuschenden Honda-Jahren mit Renault auf Punktejagd gehen. Die Briten hoffen auf ein Ende der Formkrise. Doch Teamchef Eric Boullier warnt, dass die Wende auf sich warten lassen könnte.
Formel 1
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In diesem Jahr geht die McLaren-Honda-Partnerschaft zu Ende – sehr viel früher als geplant, weil der erhoffte Erfolg ausgeblieben ist. Die Japaner kehrten 2015 in die Königsklasse des Motorsports zurück, die sie Ende 2008 im Zuge der Weltwirtschaftskrise fluchtartig verlassen hatten. Der aktuelle 1,6-Liter-V6-Turbo-Hybrid-Motor war da schon ein Jahr im Einsatz.
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Honda setzte alles daran, um mit der Konkurrenz in der Formel-1-Startaufstellung gleichzuziehen, doch die Ingenieure mussten bald erkennen, dass es gar nicht so einfach war, die Lücke zu den Antriebseinheiten der Kontrahenten zu schliessen. Das spiegelte sich auch in den Ergebnissen: 2015 musste sich McLaren mit 27 WM-Punkten und dem zweitletzten Platz in der Team-Wertung begnügen. Nur das finanzschwache Schlusslicht Marussia war noch erfolgloser als der Traditionsrennstall aus Woking. Im vergangenen Jahr schaffte es die Mannschaft aus Grossbritannien immerhin auf den sechsten WM-Rang – und schloss das Jahr damit vor Toro Rosso, Neueinsteiger Haas, Rückkehrer Renault, Sauber und Manor ab. Mit 76 WM-Zählern fiel die Punkte-Ausbeute zwar deutlich besser als im ersten Jahr der neuesten Honda-Ära aus. Doch auch mit diesen Ergebnissen lag man weit unter den eigenen Erwartungen.
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Und als wäre das nicht schon bitter genug, folgte in dieser Saison erneut ein Rückschritt. Vier Runden vor dem Saisonende steht McLaren wieder auf dem neunten und damit zweitletzten Rang der Team-Tabelle. In diesem Jahr ist es Sauber, das die stolzen McLaren-Verantwortlichen vor der Schmach des letzten Platzes bewahrt.
Mit dem Elend soll bald Schluss sein, denn im nächsten Jahr werden die Woking-Renner erstmals mit Renault-Power auf Punktejagd gehen. Den Fahrern und Fans ist die Erleichterung und Vorfreude anzusehen, und auch die Team-Oberen blicken zuversichtlich in die Zukunft.
Denn mit den Franzosen haben die McLaren-Entscheidungsträger einen dreijährigen Vertrag abgeschlossen, der ihnen die Lieferung jener Antriebseinheiten garantiert, mit denen auch die Autos des Werksteams und die des Renault-Kunden Red Bull Racing unterwegs sind. Gegenüber Crash.net mahnt der Franzose dennoch zur Geduld. Er weiss: "Man hat natürlich eine ganz andere Beziehung, wenn man seit zehn Jahren zusammenarbeitet." Und diese müsse man sich erst erarbeiten. "Wir müssen erst einmal unsere Partnerschaft aufbauen. Das dauert bestimmt eine Weile, doch wir sind hochmotiviert und werden unser Bestes geben."
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Und Boullier fügt kämpferisch an: "Wenn du McLaren bist, dann bist du fürs Siegen gemacht, deshalb werden wir unser ganzes Können einsetzen, um wieder zu gewinnen. Wenn du das ganze Paket hast, also einen vernünftigen Motor, das beste Auto und die beste Mannschaft sowie Fahrer-Paarung, dann solltest du die Rennen auch gewinnen."
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