Ferrari: Hamilton out, Leclerc P4. Vasseur gibt zu: «Wollten rote Flagge»
Ferrari im Spanien-GP: Eine Mischung aus Pech und fragwürdiger Strategie. Bremsdefekt bei Hamilton, kann passieren. Aber bei Leclerc bleibt das nagende Gefühl – Podestplatz verschleudert.
Kein Ferrari-Fahrer auf dem Siegerpodest des Grossen Preises von Spanien: Lewis Hamilton musste den Ferrari wegen schlapper Bremsen zur Seite stellen, Charles Leclerc wurde während einer VSC-Phase nicht an die Box geholt. Die Italiener glaubten – da kommt sicher noch eine Safety Car-Phase, dann kann man mit weniger Zeitverlust Reifen wechseln.
Nur: Diese weitere SC-Phase kam eben nicht, irgendwann waren die Walzen am Dienstwagen des Monegassen am Ende, also Boxenstopp, daher Rückfall auf Platz 4.
Ferrari-Teamchef Fred Vasseur über die Vorkommnisse im Spanien-GP: «Ich finde, wir haben im Rennen das Beste aus unseren Möglichkeiten gemacht. Leider hatten wir am Wagen von Lewis ein technisches Problem, mit einem Bremspedalweg, der immer länger wurde, da macht es auf einer solchen Strecke keinen Sinn, noch weiterzumachen. Aber Charles hat einen sehr guten, langen ersten Rennteil gefahren, mit 49 Runden.»
«Natürlich haben wir mit einer roten Flagge gerechnet, um die Führung von Leclerc in einen Sieg umzusetzen. Mit einem Safety-Car wären wir wohl auf Rang 2 oder 3 gelandet. Aber das ist halt alles nicht passiert. Unterm Strich glaube ich, haben wir das Maximum aus dem Grand Prix geholt.»
«Ich finde, wir hatten die richtige Strategie, und auch mit der Umsetzung bin ich zufrieden. Das Rennen hat uns nicht in die Hände gespielt.»
«Wir haben dann Charles zum Schluss weiche Reifen mit auf den Weg gegeben, aber da war das Tempo enttäuschend. Wir glauben, den Grund dafür zu kennen, aber ich möchte nicht darüber reden.»
«Unterm Strich sehe ich uns hier ein wenig wie in Zandvoort: Auch dort hatten wir soliden Renn-Speed, aber wenn du von den Positionen 4 und 5 ins Rennen gehen musst, dann ist es halt schwierig. Vor allem auf einer Bahn wie hier, wo das Überholen fast unmöglich ist.»
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