Charles Leclerc (4./Ferrari): «Wir bezahlen den Preis dafür»
Ferrari-Pilot Charles Leclerc wurde beim Spanien-GP Vierter. Auf dem Weg dorthin fragte er bei seinem Team nach, worum er eigentlich kämpfe. Was hinter diesem Funkspruch steckte.
Charles Leclerc war nach nur sechs Runden Ferrari-Einzelkämpfer im Spanien-GP auf dem Madring. Sein Teamkollege Lewis Hamilton fiel früh mit Bremsproblemen aus. Leclercs Rennen wirkte auf dem Papier für spät einschaltende Fans besser als es am Ende auf der Ziellinie war: Als einziger Fahrer an der Spitze des Feldes kam Leclerc in der Virtuellen Safety-Car-Phase ab Runde 15 (ausgelöst durch den Stroll-Unfall) nicht zum Reifenwechsel. Dadurch führte er das Feld augenscheinlich an, musste ja aber noch zum Reifenwechsel und wurde schließlich Vierter.
Ferrari zögerte seinen Stopp recht lange raus in der Hoffnung, dass vielleicht noch eine Virtuelle oder normale Safety-Car-Phase kommen würde, in der der Boxenstopp weniger Zeit kosten würde (20 vs. 13 Sekunden in Madrid). Oder auch in der Hoffnung auf eine rote Flagge, die Leclerc den Reifenwechsel komplett geschenkt hatte. Doch der Plan ging nicht auf, das Rennen lief in der Schlussphase störungsfrei. In Runde 49 von 57 kam Leclerc zum Boxenstopp, kam als Vierter wieder raus – und so auch über die Ziellinie.
Worum kämpfen wir eigentlich, fragte Leclerc
Zwischenzeitlich fragte Leclerc seinen Renningenieur am Funk, worum sie überhaupt kämpfen. Leclerc sagte nach dem Rennen: «Wir haben im Rennen nicht so viel gesprochen, weil ich auf dieser Rennstrecke so wenig Kommunikation wie möglich haben wollte. Aber an einem Punkt habe ich mich rückversichert, um zu verstehen, worum wir kämpfen.» Es war Platz 4 – und wurde am Ende Platz 4. Kein Podium, aber immerhin anständig Punkte.
Der Monegasse zu seinem Rennen in Madrid: «Das Tempo war insgesamt gut auf dem harten Reifen. Auf dem weichen Reifen am Ende konnte ich nicht wirklich pushen aus anderen Gründen. Der erste Stint war also gut, aber wir bezahlen den Preis für die Qualifying-Geschwindigkeit. Wenn man weiter hinten startet, ist es im Rennen natürlich schwierig.» Leclerc war als Fünfter gestartet. Und auf dem Madring war Überholen wie befürchtet äußerst schwierig.
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