Perfekter GP trotz P3? Lando Norris sagt, was ihm auf dem Madring fehlte
Lando Norris startete von der Pole in den GP von Spanien, am Ende musste er sich aber mit Platz 3 begnügen. Dennoch sprach er vom perfekten Rennen und verriet, warum es nicht zum Sieg gereicht hat.
Mit einer nahezu perfekten Runde hatte sich Lando Norris auf dem brandneuen Madring die beste Ausgangslage für den Spanien-GP vor den Toren von Madrid verschafft. Der Formel-1-Champion hatte nur in der letzten Kurve eine kurze Schrecksekunde, die restlichen 21 Kehren konnte er genau so durchfahren, wie er es sich vorgenommen hatte, erklärte er nach der Zeitenjagd.
Das Rennen auf dem Hybrid-Kurs hatte er damit aber nicht in der Tasche, obwohl der Kurs auf dem IFEMA-Messegelände als überholfeindlich eingestuft wird. Denn die Ausgangslage war mit Nebenmann Kimi Antonelli und den in Startreihe 2 lauernden Superstars Max Verstappen und Lewis Hamilton alles andere als Einfach. Zumal der siebenfache Champion und der Red Bull Racing-Star auf weichen Reifen losfuhren, während Norris und Antonelli auf den mittelharten Gummis ins 14. Rennen der Saison gingen.
Beim Start konnte der Titelverteidiger aber die erste Position halten – bis Antonelli abkürzte und die Position zurückgeben musste. Das geschah dem WM-Leader gleich zwei Mal. Norris führte das Rennen danach an, bis eine virtuelle Safety-Car-Phase dem Feld die Möglichkeit zum Reifenwechsel ohne grossen Zeitverlust bot. Während Norris es verpasste, an die Box abzubiegen, schafften es alle direkten Gegner rechtzeitig in die Boxengasse und hatten damit einen Vorteil. Norris folgte ihrem Beispiel, doch da war die virtuelle Safety-Car-Phase wieder vorbei.
Norris fiel zurück und konnte sich nicht mehr an die Spitze zurückkämpfen. Am Ende musste er mit dem dritten Platz Vorlieb nehmen, er kreuzte die Ziellinie hinter Sieger Antonelli und Verstappen. Danach erklärte er grosszügig: «Mir waren die Hände gebunden, Gratulation an Kimi und Max, sie haben ein gutes Rennen gezeigt.»
Norris ist überzeugt: «Hätten den Sieg verdient»
Über seine eigene Leistung sagte der 26-Jährige: «Das Glück war einfach nicht auf unserer Seite. Ich habe hart gekämpft und versucht, Max zu erwischen. Aber es ist schwer, hier einen Gegner zu überholen. Und er hat auch keinen Fehler gemacht. Es war ein hartes Rennen und leider spielte uns der Rennverlauf nicht in die Hände.»
Seufzend fügte der aktuelle WM-Vierte an: «Ich habe das Gefühl, dass wir es diesmal verdient hätten, den Sieg zu holen, aber so läuft es im Rennsport manchmal einfach. Wir schlucken diese bittere Pille und werden es beim nächsten Mal wieder versuchen.»
Auf die Frage, ob die gute McLaren-Form ihn zuversichtlich stimme, was die Siegchancen in den kommenden Rennen angeht, erklärte Norris vorsichtig: «Es ist hart, so etwas ist nie einfach zu bewerkstelligen, und ich arbeite sehr hart, um alles auf dem Auto herauszuholen. Ich habe am Samstag eine phänomenale Runde gedreht, mit der ich die Pole erobern konnte. Und es fühlte sich auch so an, als hätte ich ein perfektes Rennen gezeigt. Es fehlte einfach das nötige Quäntchen Glück. Aber wir werden weiter hart arbeiten. Es ist sehr schwierig, an der Spitze zu kämpfen. Wir geben aber weiter Vollgas und versuchen, weitere Siege zu holen.»
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