Ducati-Pilot Aldeguer fuhr Aprilia mit starkem Wochenende ins Misano-Koma
Gresini-Pilot Fermin Aldeguer hinterließ bei seinem zweiten MotoGP-Auftritt nach langer Verletzungspause einen starken Eindruck – auch weil sich der Spanier noch von der Bestform entfernt sieht.
Schon bei seiner Rückkehr in Aragon vor zwei Wochen – davor hatte der jüngste MotoGP-Pilot seit Assen im Juni keine Rennen mehr gefahren – verblüffte Fermin Aldeguer mit zwei sechsten Rängen.
Im Heimatland seiner Gresini-Mannschaft ging es noch weiter nach vorne. Aldeguer lieferte dabei den Beweis, wie wichtig ein gutes Qualifying ist. Während Teamkollege Alex Marquez mit zwei Abwürfen gepatzt hat, brachte Aldeguer die Ducati mit der Nummer 54 mit brillantem Speed in Startreihe 1.
Von dort genoss es der Spanier, sich bestmöglich zu verteidigen. Im Sprint ging der Plan einigermaßen schief. Die Rauferei mit Pedro Acosta kostete beiden Hitzköpfen eine noch bessere Position – Aldeguer landete auf Platz 8. Im GP-Rennen lief es deutlich besser für den 21-Jährigen aus Murcia.
Nachdem es in der ersten Rennhälfte bis auf Platz 5 zurückging, blies Aldeguer im Finale noch einmal zur Attacke. Die war stark genug, um Aprilia endgültig ins Misano-Koma zu versetzen. Der Youngster fing Jorge Martin für Platz 4 ab – damit ging die WM-Führung im Rundumschlag an Marc Marquez und Ducati.
Nach dem 27-Runden-Match an der Adria grinste Aldeguer: «Ich denke, wir sollten ziemlich happy sein. Zwar wäre es noch schöner gewesen, aufs Podest zu fahren – aber wir waren sehr nah dran. Mein Team hat über das komplette Wochenende einen super guten Job gemacht – so konnte ich meine Leistung mit dem Bike bis zum Ende des Rennens aufrechterhalten. Ein sehr gutes Gefühl, dieses Wochenende so abzuschließen.»
Dazu gestand Aldeguer: «Um ehrlich zu sein, im GP-Rennen hatte ich gegen Ende schon noch Probleme, insbesondere mit meinem Bein. Ich gehe jetzt aber davon aus, dass ich ab dem nächsten Event in Österreich körperlich wieder bei 100 Prozent sein werde.»
Aldeguer, der auch 2027 eine Ducati bewegen wird, dann aber in VR46-Farben, rangiert weiter auf WM-Rang 10. Direkt vor ihm liegt nun Lenovo-Athlet Pecco Bagnaia. Dessen Vorsprung beträgt aber noch 38 Punkte. Noch.
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