George Russell spricht Klartext: «Bin nicht mehr im Kampf um die Fahrer-WM»
Nach einem 5. Platz im Spanien-GP spricht George Russell WM-Klartext. Der Mercedes-Pilot sagt deutlich: «Realistisch gesehen bin ich nicht mehr im Kampf um die Fahrer-WM.» Er hat 81 Punkte Rückstand.
George Russell wurde im Spanien-GP Fünfter, landete damit erneut weit hinter seinem Teamkollegen Kimi Antonelli, der das Rennen gewann. 15 Punkte brachte der 20-jährige Italiener also zusätzlich zwischen sich selbst und Russell. Der Brite hat damit nun also 81 Punkte Rückstand. Zur Einordnung: 75 Punkte wären drei Russell-Siege bei gleichzeitigem Nuller von Antonelli. Nicht mal das würde also reichen. Entsprechend klar und finster zugleich sind Russells Worte nach dem Spanien-GP.
Wie blickt George Russell nach dem enttäuschenden Madrid-Wochenende auf die nächsten Rennen? Der Mercedes-Pilot: «Einfach weitermachen. Es waren ein paar positivere Rennen, auch wenn das Ergebnis heute weit entfernt von großartig war. Aber so ist diese Saison ein wenig. Ich muss mich einfach auf die Performance konzentrieren und versuchen, dem Team zu helfen.»
«Realistisch gesehen bin ich nicht im Kampf um die Fahrer-WM»
Und dann wird Russells Aussage überraschend deutlich: «Wir sind offensichtlich in einer großartigen Position, die Konstrukteurs-WM zu gewinnen. Realistisch gesehen bin ich nicht mehr im Kampf um die Fahrer-WM. Das erlaubt mir, mich auf jedes Rennen für sich zu konzentrieren.» Realistisch gesehen nicht mehr im Kampf um die Fahrer-WM? So klare Worte hatte Russell bislang noch nicht gewählt. Offiziell sind noch neun Rennen zu fahren, realistisch gesehen acht wegen der Lage im Nahen Osten. 233 Punkte sind im Maximum noch zu holen (bei 9 GPs und einem Sprint), 208 beim 8-GP-Szenario.
Blick auf Madrid: Hätte Russell im Rennen eine andere Strategie noch geholfen? Am Funk hatte er die Strategie (zwei Stopps) in Frage gestellt. Russell nach dem Rennen: «Im Moment habe ich es in Frage gestellt. Der harte Reifen war aber bei weitem überlegen. Vielleicht hätte ich mit Leclerc draußen bleiben können, aber ich wäre trotzdem hinter ihm ins Ziel gekommen. Vielleicht hätte ich auch nicht noch mal auf den harten Reifen wechseln können am Ende, aber alles, was ich hätte tun können, hätte uns zurück in dieselbe Position gebracht. Man kann auf dieser Rennstrecke einfach nicht überholen. Es ist echt schade!»
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