Günther Steiner zu Verstappen-Transfergerüchten: «Wo soll er hingehen?»
Im F1-Fahrerlager wird dauernd über einen Red Bull Racing-Abschied von Max Verstappen spekuliert. Doch Ex-Haas-Teamchef Günther Steiner glaubt nicht an einen Team-Wechsel des vierfachen Champions.
Seine ganze GP-Karriere hat Max Verstappen in den Farben von Red Bull bestritten. Die ersten 23 GP-Einsätze erfolgten noch als Fahrer des Toro Rosso Teams (das heute unter dem Namen Visa Cash App Racing Bulls F1 Team antritt), dann erfolgte die Beförderung ins Red Bull Racing Team, für die er sich gleich beim ersten GP-Einsatz beim Spanien-GP 2016 mit dem Sieg bedankte.
Dem Triumph folgten 70 weitere GP-Siege und vier Fahrer-WM-Titel, zuletzt hatte der Niederländer aber weniger Erfolg, er musste sich in den bisherigen neun WM-Runden mit zwei Podestplätzen begnügen: In Kanada stand er als Dritter auf dem Treppchen, das Red Bull Racing-Heimspiel in Spielberg beendete er als Zweiter.
Die grossen Erfolge sind in dieser Saison bisher ausgeblieben, und genau deshalb wird immer wieder über einen möglichen Team-Wechsel des Ausnahmekönners spekuliert. Doch Günther Steiner bezweifelt, dass Verstappen von seiner Ausstiegsklausel gebrauch macht, wie er im «The Red Flags»-Podcast erklärt. «Wo soll er hingehen? Sollte er Red Bull verlassen können, gibt es schon Teams, zu denen er wechseln kann. Aber die haben weder das Geld, um ihn zu bezahlen, noch das Auto, das er sich wünscht.»
Besonders die Gerüchte um einen möglichen Wechsel zu Mercedes sieht der frühere Haas-Teamchef kritisch. Und das liegt nicht nur an der Klarstellung von Teamchef Toto Wolff, auch 2027 auf sein bisheriges Fahrer-Duo Kimi Antonelli und George Russell zu setzen. «„Warum sollte Mercedes ihn holen?», fragt er.
«Mercedes hat mit Kimi bereits den nächsten Superstar und mit George einen sehr guten Fahrer. Warum sollte man also noch mehr Geld ausgeben, um Max zu verpflichten? Max würde nur dann zum Team kommen, wenn George geht. Er kostet viel mehr als George und würde Kimi vielleicht verunsichern», weiss der Südtiroler. «Warum sollte Toto das also tun? Er ist meiner Meinung nach zu klug, um so etwas zu tun, ausserdem kostet es viel mehr.»
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