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Superbike-WM Donington, Grid Lauf 2: Herber Rückschritt für Iker Lecuona
In Lauf 2 der Frauen-WM in Donington überquerte Maria Herrera die Ziellinie auf Platz 1. Sie feierte bereits den WM-Titel, wurde aber bestraft. Neila erbte den Sieg. Titelentscheidung wurde vertagt.
In Lauf 1 der Frauen-Weltmeisterschaft in Donington am Samstag war WM-Leaderin Maria Herrera eine Klasse für sich. Die Spanierin siegte mit fast vier Sekunden Vorsprung auf Landsfrau Paola Ramos.
Herrera musste im Rennen eine doppelte Long-lap absolvieren, weil sie wenige Augenblicke nach dem Start in der ersten Runde mit WM-Rivalin Beatriz Neila zusammenstieß. Diese stürzte, Herrera konnte weiterfahren. Neila war außer sich und konnte am Streckenrand kaum beruhigt werden. Sie zeigte ihrer Konkurrentin auch den Stinkefinger.
Mit ihrem Sieg in Rennen 1 sorgte Maria Herrera auch für eine Vorentscheidung in der Weltmeisterschaft. Vor den letzten drei Rennen hat sie nun 49 Punkte Vorsprung auf Beatriz Neila. Somit kann Herrera bereits am Sonntag in Donington den Titel gewinnen, wenn sie einen Punkt mehr als Neila einfährt.
Herrera war im Rennen am Samstag die schnellste Runde gefahren, weshalb sie auch in Lauf 2 von der Pole-Position startete. Zur Erinnerung: Die Startaufstellung für den zweiten Lauf basiert für die Top-9 auf der schnellsten Rundenzeit aus Lauf 1. Ab Startplatz 10 wird die Reihenfolge der Superpole herangezogen.
Neben Herrera standen in Lauf 2 Paolo Ramos und Muklada Sarapuech in der ersten Startreihe. Reihe 2 bildeten Chloe Jones, Astrid Madrigal und Sara Sanchez. Aus der dritten Reihe gingen Roberta Ponziani, Yvonne Cerpa uns Francisca Ruiz ins Rennen. Beatriz Neila musste wegen ihres Crashs am Samstag von Position 10 starten. In Lauf 1 ging sie noch von Platz 2 ins Rennen.
Um 13 Uhr wurde das Rennen über zwölf Runden gestartet. Herrera erwischte den besten Start. Neila blieb auf Position hängen. Nach einigen Kurven konnte sich Ramos an Herrera vorbeiquetschen, doch die WM-Leaderin konterte wenig später und übernahm wieder die Führung. Neila hatte sich in der Zwischenzeit auf Position 7 vorgearbeitet.
In Runde 2 ging Ramos erneut an Herrera vorbei. Auf Platz 3 lauerte Sarapuech. Herrera konterte wieder und lag wieder auf Platz 1. Neila war bereits Sechste.
Zu Beginn von Runde 3 hatten die Top-2 einen Vorsprung von einer Sekunde herausgefahren. Von hinten stürmte Ponziani, die Sarapuech überholte, heran. Neila war bereits Vierte.
Zu Beginn von Runde 4 hatte Herrera schon einen Vorsprung von knapp einer Sekunde. Neila fuhr zuvor die schnellste Rennrunde. Sie tat alles, um die Mini-WM-Chance zu wahren.
In Runde 5 betrug der Vorsprung von Herrera 0,9 sec. Neila ging an Ponziani vorbei und war Dritte. Kurz danach überholte sie auch Ramos – doch Ponziani und Ramos konterten und ließen Neila wieder hinter sich.
In der sechsten Runde schnappte sich Neila wieder Ponziani und machte Jagd auf Ramos. Herrera hatte an der Spitze einen Vorsprung von über einer Sekunde.
Die Reihenfolge zur Hälfte des Rennens: Herrera, Ramos, Neila, Ponziani und Sarapuech.
Neila fand keinen Weg vorbei an Ramos, die Position 2 stark verteidigte. Der Abstand zu Herrera blieb konstant.
Vier Runden vor dem Ende war die Situation unverändert. Herrera fuhr mit einer knappen Sekunde Vorsprung an der Spitze, dahinter duellierten sich Ramos und Neila um Rang 2. Der Rest des Feldes hatte bereits 2,5 sec Rückstand auf das Duo. Herrera fuhr die schnellste Rennrunde.
Drei Runden vor Schluss kam Ramos immer näher. Neila tat sich schwer, um mit ihr mitzuhalten. Der Vorsprung von Herrera schmolz auf eine halbe Sekunde zusammen. Ramos fuhr einen Rundenrekord!
Zwei Runden vor Schluss ging Ramos an Herrera vorbei, dicht dahinter folgte Neila. Doch Herrera konterte und ging wieder in Führung.
Iin der letzten Runde lagen die Top-3 dicht beieinander. Kurz davor stürzte Emily Bondi.
Dann kam es zum Zusammenstoß zwischen Herrera und Ramos – die WM-Leaderin ging weit, Ramos stürzte und Herrera fuhr weiter. Es folgte der Showdown: Herrera und Neila duellierten sich um den Sieg. Herrera fuhr mit einer Zehntelsekunde Vorsprung auf Neila über die Ziellinie – und war Weltmeisterin 2026. Oder doch nicht?
Der Vorfall zwischen Herrera und Ramos in der letzten Runde wurde von den Stewards untersucht. Herrera streifte sich in der Zwischenzeit das Weltmeister-Trikot über. Doch sie freute sich zu früh! Herrera bekam eine 6-Sekunde-Strafe aufgebrummt, Beatriz Neila wurde zur Siegerin erklärt. Die Titel-Entscheidung wurde somit auf das Event in Jerez vertagt. Ponziani wurde Dritte.
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