Werbung

Werbung

Werbung

Werbung

  1. Start
  2. /

  3. Formelsport
  4. /

  5. Formel 1
  6. /

  7. News

Werbung

Historie: Genial daneben – Brabham-Oberflächenkühlung

​Gordon Murray galt in den 70er Jahren als einfallsreichster Formel-1-Designer. Der heute 71jährige Südafrikaner baute einige der schönsten GP-Renner. Aber nicht all seine Ideen liessen sich wie gewünscht umsetzen.

Formel 1

Werbung

TV-Programm

Live

Spa: FP1

FIA Formula One World Championship

17.07.2026 - 13:15

Werbung

Gordon Murray war der Sohn eines einfachen Mechanikers aus Durban (Südafrika). Schon während seiner Maschinenbau-Studien an der Technischen Uni von Durban bastelte er an eigenen Rennwagen, die er selber einsetzte. Erfolg: mässig. Der Sprössling schottischer Auswanderer sah seine Heimat als Sackgasse, was eine Karriere im Rennsport anging, also reiste er kurzerhand nach Grossbritannien.

Werbung

Werbung

Eigentlich wollte Murray bei Lotus arbeiten, aber zufälligerweise traf er den damaligen Brabham-Konstrukteur Ron Tauranac. Die beiden fanden einen gemeinsamen Draht, und so nahm Murray die Arbeit bei Brabham auf statt bei Lotus. Als Bernie Ecclestone den Rennstall von Jack Brabham und Ron Tauranac übernahm, ernannte er Murray zur rechten Hand des damaligen Chefdesigners Ralph Bellamy. Als der Brabham verliess, war Murray über nach Technikchef. Mit 26 Jahren wohlgemerkt.

Murrays Autos verschmolzen immer eine wunderbare Linienführung mit Ideen, welche den Begriff Innovation auch wirklich verdienen. Was freilich nicht heisst, dass alles funktionierte …

Der Brabham BT46 (B stand für Firmengründer Jack Brabham, das T für seinen langjährigen Designer Tauranac) sollte die Antwort auf den ersten Flügelwagen von Lotus (Typ 78) werden. Murray stand dabei vor mehreren Problemen: Aufgrund des sehr breiten Zwölfzylinder-Motors von Alfa Romeo liessen sich umgekehrte Flügelprofile nicht so in den Seitenkästen unterbringen, wie es Colin Chapman am Lotus vorgemacht hatte. Murray wusste auch: Trendsetter Chapman würde das Konzept beim neuen Modell 79 verfeinern. Er sollte Recht behalten: Mario Andretti wurde im Lotus 79 überlegen Weltmeister, Ronnie Peterson WM-Zweiter. Zudem verbrauchte der Alfa-Motor üppig Sprit, womit Murray gezwungen war, einen grösseren Benzintank einzubauen als die Konkurrenz.

Murray konterte mit zwei ungewöhnlichen Einfällen: Einer war genial und wurde nach dem Sieg von Niki Lauda in Schweden verboten (der so genannte Staubsauger, aber das ist wieder eine andere Geschichte), der andere war ein Fehlschlag und musste nicht verboten werden – die Oberflächenkühlung.

Bei der Präsentation des Brabham BT46 verblüffte der Wagen ohne konventionelle Wasserkühler, üblicherweise in der Nase oder an der Fahrzeugflanke angebracht: Fahrtwind streicht durch diese stehend oder liegend angeordneten Elemente, das Wasser darin wird gekühlt und zum Motor oder Getriebe zurückgeleitet. So wie das noch heute im Grundprinzip getan wird.

Nein, stattdessen wies der Brabham Wärmetausch-Platten auf – ein Konzept aus der Aviatik (Wasserflugzeuge der 20er Jahre), von Weltrekord-Fahrer Sir Malcolm Campbell für seinen legendären "Bluebird" 1928 aufgegriffen. Es hatte allerdings schon seine Gründe gehabt, warum Haudegen Campbells nächster Weltrekordler 1929 wieder normale Kühler aufwies …

Die Oberflächenkühlung erlaubte es Murray, einen aerodynamisch überaus effizienten Wagen auf die Räder zu stellen. Leider zeigten erste Testfahrten im winterlichen England: Das Auto überhitzte masslos. Was zur Frage führte: Wenn dem Fahrzeug schon im bitterkalten Grossbritannien zu warm wird, was passiert dann erst in der Hitze von Argentinien und Brasilien?

In aller Eile musste ein herkömmlicher Kühler gebaut werden, der nicht nur Gewicht auf die Vorderachse packte, sondern auch die aerodynamische Effizienz beeinträchtigte. Die an sich clevere Idee der Oberflächenkühlung funktionierte in der Formel 1 einfach nicht.

Ein schlechtes Auto war der BT46 aber keineswegs: Brabham wurde hinter Lotus und Ferrari WM-Dritter, neben dem Rennen in Schweden gewann Niki Lauda auch den unglückseligen Italien-GP, jenes Rennen, bei dem sich Ronnie Peterson Beinbrüche zuzog, die später zu einer Fettembolie führten.

Lauda stand 1978 in 16 Rennen immerhin sieben Mal auf dem Podest. In neun Rennen fiel er aus. Anders gesagt: Wann immer der Österreicher ins Ziel kam, war er ein sicherer Wert. Er wurde WM-Vierter hinter Andretti, Peterson und Carlos Reutemann. Laudas Stallgefährte John Watson wurde mit drei Podestplätze WM-Sechster.

TV-Programm

Live

Spa: FP1

FIA Formula One World Championship

17.07.2026 - 13:15

Schon gesehen?

Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach


Themen

Aktueller Stand

Voller Stand
  1. Fahrer

  2. Konstrukteure

2026202520242023

Pos

Fahrer

Team

Punkte

1

Kimi Antonelli

Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

179

2

George Russell

Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

154

3

Lewis Hamilton

Scuderia Ferrari HP

147

4

Charles Leclerc

Scuderia Ferrari HP

108

5

Lando Norris

McLaren Formula 1 Team

97

6

Oscar Piastri

McLaren Formula 1 Team

82

7

Max Verstappen

Oracle Red Bull Racing

76

8

Isack Hadjar

Oracle Red Bull Racing

52

9

Pierre Gasly

BWT Alpine Formula One Team

42

10

Liam Lawson

Visa Cash App Racing Bulls Formula One Team

39

Events

Alle Formel 1 Events
  • Vergangen

    Austrian Grand Prix

    Red Bull Ring, Österreich
    26.–28.06.2026
  • Vergangen

    British Grand Prix

    Silverstone Circuit, Great Britain
    03.–05.07.2026
  • Demnächst

    Belgian Grand Prix

    Circuit de Spa-Francorchamps, Belgien
    17.–19.07.2026
  • Demnächst

    Hungarian Grand Prix

    Hungaroring, Ungarn
    24.–26.07.2026
  • Dutch Grand Prix

    Circuit Zandvoort, Niederlande
    21.–23.08.2026
  1. Vergangen

    Austrian Grand Prix

    Red Bull Ring, Österreich
    26.–28.06.2026
  2. Vergangen

    British Grand Prix

    Silverstone Circuit, Great Britain
    03.–05.07.2026
  3. Demnächst

    Belgian Grand Prix

    Circuit de Spa-Francorchamps, Belgien
    17.–19.07.2026
  4. Demnächst

    Hungarian Grand Prix

    Hungaroring, Ungarn
    24.–26.07.2026
  5. Dutch Grand Prix

    Circuit Zandvoort, Niederlande
    21.–23.08.2026

Formelsport News

Alle News

    Speedweek.com - Der beste Motorsport im Netz

    Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.

    Berichte & Analysen

    Redaktion

    Serien