Kimi Antonelli nach P5 in Monaco: MotoGP-Fahrer spinnen, TT noch schlimmer
WM-Leader Kimi Antonelli hat in den ersten Trainings von Monaco die Ränge 4 und 5 erreicht. Der 19-jährige Italiener behält die MotoGP im Auge und spricht über die Waghalsigkeit der Zweirad-Artisten.
Mercedes-Teenager Kimi Antonelli hat im Fahrerlager der Monaco-Strassenstrecke zugegeben: Wenn die Arbeit in der Königsklasse zu Ende ist, gönnt er sich gerne eine Portion MotoGP. Die tritt am F1-Wochenende in Ungarn an.
Antonelli ist im ersten Training auf dem Circuit de Monaco Vierter geworden (hinter Leclerc, Hamilton und Verstappen) und im zweiten dann Fünfter.
Eine Woche zuvor hat er den Motorrad-GP von Italien in Mugello besucht. Kimi gibt zu: Seine Kinnlade ist heruntergeklappt angesichts des Wagemuts der Motorrad-Rennfahrer.
Antonelli in Monaco in einer Mischung aus Bewunderung und Unglaube: «Die MotoGP-Fahrer spinnen alle komplett. Ich könnte mir nie im Leben vorstellen, mit 370 Sachen auf zwei Rädern zu fahren. Ich bleibe da lieber auf meinen vier Rädern. Das ist stabiler, und ich bin besser geschützt.»
«Und weil wir eben wissen, was die MotoGP-Asse riskieren, geniessen sie im Formel-1-Fahrerlager den allergrössten Respekt. Was die zeigen, das ist wirklich unfassbar.»
«Und dann diese ständige Gefahr mit Unfällen, da werden sie aus dem Sattel geworfen, sie rutschen auf dem Asphalt, sie kugeln durch Kiesbetten. Und was mir dann endgültig den Rest gibt – nach einem Unfall kehren sie an die Box zurück, schnappen sich die zweite Maschine und fahren noch schneller als vorher. Für mich ist das verrückt, denen fehlt doch was im Oberstübchen!»
«Wir können auch von ihnen lernen, gerade auf der mentalen Seite. Wie du nach einem schwierigen Moment quasi den inneren Schalter umlegst und gleich wieder Höchstleistung bringst. Ich werde mir weiterhin die Rennen anschauen, auch vor Ort, wenn ich kann.»
Tja, und dann gibt es noch die TT. Kimi lacht: «Okay, wir haben nun also festgelegt, dass die MotoGP-Jungs verrückt sind. Aber was da auf der Insel Man getrieben wird, das ist noch viel schlimmer, das ist etwas ganz Anderes. Ich weiss überhaupt nicht, wie ich das bezeichnen soll.»
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