Lance Stroll erklärt: Weshalb Gastauftritte in anderen Serien Sinn machen
Nicht nur Max Verstappen nutzte die Chance, einen Gastauftritt im GT3-Auto zu absolvieren. Auch Lance Stroll stellte sich unlängst einer neuen Herausforderung. Der Kanadier weiss, was er davon hat.
Das vergangene Wochenende stand ganz im Zeichen von Max Verstappens Gastauftritt beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Der vierfache Champion aus dem Red Bull Racing Team sorgte für ausverkaufte Ränge und seine Fans kamen auch auf ihre Kosten. Der Niederländer zeigte mutige Überholmanöver und übernahm in seinen beiden Stints die Führung. Lange durfte er sich Hoffnungen auf den Sieg machen, doch letztlich machte ein Technik-Defekt (kaputte Antriebswelle) alle Chancen auf den grossen Triumph zunichte.
Der Red Bull Racing-Star ist nicht der Einzige im aktuellen Formel-1-Feld, der in diesem Jahr eine neue Herausforderung gesucht und gefunden hat. Auch Lance Stroll wagte sich auf Neuland und absolvierte im Rahmen der GT World Challenge Europe sein GT3-Renndebüt. Der Kanadier, der bereits Langstrecken-Erfahrung in Daytona gesammelt hat und in dieser Woche sein Formel-1-Heimrennen in Montreal bestreiten wird, tat sich beim Saisonauftakt in Le Castellet deutlich schwerer als sein Formel-1-Kontrahent beim 24h-Klassiker.
Stroll und seine Mitstreiter Roberto Merhi und Mari Boya traten im von Comtoyou Racing eingesetzten Aston Martin mit der Nummer 18 an und mussten technische Probleme und viele Zeitstrafen hinnehmen. Dennoch ist der Formel-1-Star überzeugt, dass Gastauftritte ausserhalb der Vierrad-Königsklasse ihren Nutzen haben. Im «Undercut»-Gespräch mit seinem Team erklärt er: «Ich habe mein ganzes Leben diese Leidenschaft für Autos und Autorennen.»
«Und ich liebe es, verschiedene Autos zu fahren und mich in verschiedenen Disziplinen des Motorsports zu versuchen; das ist ein Handwerk, das ich seit mehr als 20 Jahren verfeinere. Zu spüren, wie sich verschiedene Autos verhalten, ist eine grossartige Übung für einen Fahrer. Das hält einen im Rennsport auf Trab, und man weiß nie, was man dabei lernen kann», betont der 27-Jährige.
Besonders viel Freude bereitete ihm die kürzlich absolvierte Fahrt im Formel-3-Renner, verrät der GP-Pilot: «Ich liebe es ganz besonders, das Formel-3-Auto zu fahren. 2016 habe ich die F3-Meisterschaft gewonnen und ich habe so viele gute Erinnerungen an dieses Jahr. Das Auto passt zu meinem Fahrstil und zaubert mir ein Lächeln aufs Gesicht. Wenn immer sich die Gelegenheit bietet, einen Tag auf der Strecke zu verbringen oder Rallye-Fahren zu gehen, dann geniesse ich das. Es geht für mich einzig darum, am Steuer zu sitzen, das ist alles, was ich tun will.»
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