Überraschung: Barni testet neue Suter-Schwinge an der Ducati Panigale V4R!
Schweizer Präzision und Know-how: Das Barni-Team arbeitete in Misano erstmals mit Suter Industries zusammen und testete eine neue Zweiarmschwinge für die Ducati Panigale V4R.
Mit dem Wechsel von der Einarmschwinge zur neuen Zweiarmschwinge an der Panigale V4R ergeben sich für Ducati und die Satellitenteams des italienischen Herstellers neue technische Möglichkeiten in der Superbike-WM – und genau diese nutzt das Barni-Team nun für ein ungewöhnliches Projekt. Beim
Die Kooperation überrascht durchaus. In der jüngeren Vergangenheit arbeitete Ducati im Bereich der Schwingenentwicklung vor allem mit Pierobon zusammen. Der italienische Spezialist war durch die langjährige Ducati-Philosophie mit Einarmschwingen eng mit den Motorrädern aus Borgo Panigale verbunden, die Fertigungsstätte von Pierobon befindet sich nur gut einen Kilometer entfernt von Ducati-Werks in Borgo Panigale. Mit dem Wechsel zur konventionellen Zweiarmschwinge eröffnete sich jedoch ein neues Entwicklungsfeld – und damit die Chance für Suter Industries aus Turbenthal.
Suter bringt viel Erfahrung mit
Das Schweizer Unternehmen besitzt eine lange Historie im Motorradrennsport und gilt seit vielen Jahren als Experte für Fahrwerks- und Schwingenlösungen. Zahlreiche Hersteller vertrauten bereits auf die Expertise von Suter. Eine Suter-Schwinge an einer Ducati ist dennoch ein ungewöhnlicher Anblick.
Die Zusammenarbeit zwischen Barni und Suter entstand bereits im vergangenen Winter. Ziel war die Entwicklung einer Lösung für den Ducati-Zubehörbereich. Erstmals getestet wurde der Prototyp nun beim offiziellen Test der Superbike-WM in Misano.
«Die Zusammenarbeit zwischen dem Barni-Team und Suter begann bereits im vergangenen Winter und ist strategisch wichtig für uns, weil wir großes Interesse daran haben, in den Ducati-Aftermarket-Markt einzusteigen», erklärt Alessandro Giussani von Suter Industries. «Bislang hatten wir in diesem Bereich nichts entwickelt, doch die Einführung der neuen Zweiarmschwinge bot die Gelegenheit, diesen Weg gemeinsam mit dem Barni-Team zu beginnen.»
Laut Giussani profitierte Suter besonders von den Erfahrungen des Teams aus der Superbike-WM: «Das Produkt entstand dank der Informationen, Materialien, Zeit und Verfügbarkeit des Teams. All das war essenziell für die Konstruktionsphase und die anschließende Entwicklungsarbeit auf der Rennstrecke.»
Entwicklung: Barni will eigenen Weg einschlagen
Auch Barni-Teamchef Marco Barnabo sieht in der Eigenentwicklung einen wichtigen Bestandteil der Teamphilosophie. «Es liegt in unserer DNA, eigene Lösungen an den Motorrädern zu entwickeln, mit denen wir Rennen fahren», betont der Italiener. «Es motiviert mich und das gesamte Team enorm, nach Verbesserungen zu suchen – auch wenn das nicht einfach ist, weil Ducati bereits ein extrem konkurrenzfähiges und sehr gut entwickeltes Motorrad gebaut hat.»
Barnabo bestätigt, dass der Wechsel zur Zweiarmschwinge letztlich den Ausschlag für die Zusammenarbeit gab. «Als wir von der Einführung der neuen Zweiarmschwinge erfuhren, kontaktierten wir Suter Industries, ein Unternehmen, das wir bereits kannten. Daraus entstand das Projekt, eine Schwinge für den Superbike-Rennsport zu entwickeln.»
Die ersten Eindrücke in Misano fielen positiv aus. «Es gibt noch Verbesserungspotenzial, aber wir haben einen guten Start hingelegt», kommentiert Barnabo. «Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit einem seriösen und hochkompetenten Unternehmen wie Suter Industries.»
Dass der Testtag sportlich ebenfalls erfolgreich verlief, unterstrich Barni-Pilot Yari Montella. Der Italiener beendete den ersten Testtag in Misano mit einer Zeit von 1:32,444 Minuten auf der dritten Position und lag damit lediglich drei Zehntelsekunden hinter der Spitze.
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