Honda-Werksfahrer Joan Mir zu Barcelona-Test: Es war besser, aufzuhören
Joan Mir (Honda) probierte beim MotoGP-Test in Barcelona unterschiedliche Auspuff- und Aerodynamik-Konfigurationen aus. Weshalb der Spanier nichts gegen ein frühzeitiges Test-Ende hatte.
Im denkwürdigen MotoGP-Grand-Prix in Barcelona raste Joan Mir als Zweiter ins Ziel. Wenig später folgte die 16-Sekunden-Strafe wegen eines zu niedrigen Luftdrucks – er hatte lächerliche 0,004 Bar zu wenig in seinem Vorderreifen. Der Honda-Pilot landete auf Platz 13 und bekam nur 3 anstatt 20 Punkte. Immerhin hatte der Weltmeister von 2020 mit seiner furiosen Fahrt im verkürzten GP den Beweis erbracht, dass die RC213V auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya bestens funktionierte.
Am Montag wurde auf der spanischen Strecke getestet. Joan Mir war gut beschäftigt und testete viele Teile – darunter verschiedene Auspuff-Varianten. Welches Gefühl hatte er damit? «Wir haben verschiedene Konfigurationen ausprobiert, um das unterschiedliche Verhalten des Motorrades mit demselben Motor zu verstehen», erklärte der 28-Jährige. «Beim ersten Mal, als wir das ausprobiert haben, war es nicht so positiv. Wir hatten nicht viel Zeit, um das weiter zu testen, und um die Elektronik und alles zusammenzubringen. Ich glaube aber nicht, dass wir in den nächsten Rennen noch mehr Gelegenheiten dazu haben werden.»
Ist das Ziel dabei, mehr Traktion zu finden? «Unser Problem ist der mechanische Grip. Es liegt nicht an der Drehmomententfaltung, diese ist nicht schlecht – sie ist sogar ziemlich gleichmäßig. Das ist also nicht der Grund», meinte Mir. Was hat er mit seiner HRC-Crew noch ausprobiert? «Wir haben unterschiedliche Aerodynamik-Pakete am Heck getestet, um zu verstehen, wie sich das Motorrad bei mehr oder weniger Abtrieb verhält. Im Moment ist die Standardkonfiguration die beste, die wir haben.»
Basis-Setup passt für Joan Mir
Am Montagmittag kam der Regen – die Teams packten zusammen und der Test war zu Ende. Hätte Joan Mir gerne noch mehr Zeit gehabt? «Wir haben das meiste ausprobiert, was wir uns vorgenommen hatten», entgegnete der Honda-Werksfahrer. «Auch für mich war es besser, aufzuhören. Am Nachmittag hätten wir wahrscheinlich an der Abstimmung und ähnlichen Dingen gearbeitet – und das muss man unter den richtigen Bedingungen testen, sonst verliert man den Überblick. Unser Basis-Setup ist jetzt gut, ich bin damit zufrieden.»
Ergebnisse MotoGP-Test, Barcelona (18.5.):
Pos.
Fahrer
Hersteller
Zeiten
1.
Pedro Acosta (E)
KTM
1:38,767 min
2.
Fabio Quartararo (F)
Yamaha
+0,064 sec
3.
Enea Bastianini (I)
KTM
+0,117
4.
Maverick Vinales (E)
KTM
+0,190
5.
Raul Fernandez (E)
Aprilia
+0,240
6.
Ai Ogura (J)
Aprilia
+0,294
7.
Fermin Aldeguer (E)
Ducati
+0,316
8.
Franco Morbidelli (I)
Ducati
+0,361
9.
Diogo Moreira (BR)
Honda
+0,487
10.
Francesco Bagnaia (I)
Ducati
+0,552
11.
Marco Bezzecchi (I)
Aprilia
+0,792
12.
Brad Binder (ZA)
KTM
+0,855
13.
Alex Rins (E)
Yamaha
+0,995
14.
Luca Marini (I)
Honda
+1,076
15.
Joan Mir (E)
Honda
+1,090
16.
Jack Miller (AUS)
Yamaha
+1,176
17.
Jorge Martin (E)
Aprilia
+1,225
18.
Augusto Fernandez (E)
Yamaha
+1,257
19.
Toprak Razgatlioglu (TR)
Yamaha
+1,285
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