David Coulthard über Max Verstappen: «Engagement der alten Schule»
Max Verstappen nahm am Wochende am 24h-Rennen über die Nordschleife des Nürburgring teil. Ex-F1-Pilot David Coulthard erklärt, was Verstappens Engagement von dem seiner F1-Kollegen unterscheidet.
Bevor es in dieser Woche mit der Formel 1 nach Montreal geht, sorgte Red Bull Racing-Pilot Max Verstappen auf dem Nürburgring für Aufsehen, beeindruckte mit seiner starken Performance beim 24h-Rennen auch eingefleischte Langstreckenfans. Sein Team hatte allerbeste Chancen auf den Sieg, fiel wenige Stunden mit einem technischen Problem in Führung liegend weit zurück. Klar wurde aber: Max Verstappen ist auch im GT-Auto ein Zauberer am Lenkrad. Dafür zollten ihm seine Teamkollegen und auch Experten Respekt.
Coulthard: Max in allem mit vier Rädern gut
Im Podcast «Up To Speed» sagte Ex-Formel-1-Pilot David Coulthard: «Man muss eine Art Spezialist auf seinem Gebiet sein, um wirklich an der Spitze zu stehen. Und dann gibt es jemanden wie Max, der irgendwie in allem gut zu sein scheint, was er tut, solange es vier Räder hat. Es würde mich nicht wundern, wenn er beidhändig wäre.»
Verstappen fuhr vergangenes Wochenende auf dem Nürburgring und anders als bei den Formel-1-Rennen in der jüngeren Geschichte nicht nur auf der kürzeren und besser ausgebauten Grand-Prix-Strecke, sondern auch auf der berüchtigten Nordschleife. Dort wird seit Niki Laudas Feuerunfall 1976 nicht mehr mit Formel-1-Autos gefahren (außer für Demofahrten, dazu später).
Coulthard: Nürburgring «beängstigend»
Coulthard über den Nürburgring: «Das ist eine beängstigende Rennstrecke. Ich kenne das aus eigener Erfahrung, und das Engagement, das man auf diesem Niveau aufbringen muss, um konkurrenzfähig zu sein und ganz vorne mitzufahren, so wie sie es getan haben … Leider haben wir vor ein paar Wochen in diesem Podcast darüber berichtet, dass ein Fahrer genau auf dieser Strecke ums Leben gekommen ist – so groß ist die Herausforderung, die diese Rennstrecke mit sich bringt.»
Coulthard selbst kennt die Nordschleife auch. Er fuhr beispielsweise beim Event Red Bull Formula Nürburgring 2023 Demorunden über die historische Strecke. Dort gab er aber natürlich kein Vollgas, sondern absolvierte eine vorsichtige Ausfahrt mit historischen Rennboliden.
Coulthard: «Wir sollten das also nicht einfach so betrachten: ‚Oh, Max liebt das Fahren so sehr, dass er am Wochenende einfach nur Spaß hat.‘ Wenn er das täte, könnte er auf jede der von der FIA regulierten Strecken gehen, die den aktuellen Formel-1-Strecken sehr ähnlich sind. Aber dorthin zu gehen, das ist Engagement der alten Schule, und genau das unterscheidet ihn von den anderen. Die anderen sind technisch sehr gute Rennfahrer, daran besteht kein Zweifel. Ich würde bezweifeln, dass irgendein anderer Fahrer in der aktuellen Formel-1-Startaufstellung die Herausforderung annehmen würde, auf dem Nürburgring zu fahren.»
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