Ferrari-Teamchef Vasseur: Darum ist Montreal so eine Herausforderung
Der Circuit Gilles Villeneuve ist ein für Fahrer und Teams herausfordernder Formel-1-Kurs. Doch in diesem Jahr sind zwei Dinge anders als sonst, die das Rennwochenende noch schwieriger machen.
Wegen einer nachträglichen Zeitstrafe gegen Charles Leclerc endete der Miami-GP vor knapp drei Wochen für die Scuderia Ferrari nur mit Platz 6 (Lewis Hamilton) und 8 (Leclerc) im Grand Prix. Nach der kurzen Rennpause folgt nun ein besonderes Event für den italienischen Traditionsrennstall.
Ferrari-Teamchef Fred Vasseur sagt: «Kanada ist immer ein besonderes Event, mit einer großartigen Atmosphäre in der Stadt und an der Rennstrecke. Wir wissen, wie viel Unterstützung Ferrari dort genießt, auch von den vielen Tifosi mit italienischen Wurzeln.» Rote Party also auf der Ile Notre Dame im Sankt-Lorenz-Strom.
Vasseur warnt: Montreal nie einfach!
Der französische Teamchef gibt aber zu bedenken: «Aus sportlicher Sicht ist Montreal nie einfach. Die Strecke stellt hohe Anforderungen an die Bremsen, die Traktion ist beim Herausfahren aus langsamen Kurven und Schikanen wichtig.»
Früher Termin und enger Sprintkalender verschärfen das Wochenende
Dazu kommt eine besondere Challenge: «In diesem Jahr könnten das Wetter und die niedrigen Temperaturen eine weitere Herausforderung darstellen, insbesondere da wir aufgrund des Sprint-Formats nur wenig Vorbereitungszeit haben.»
Das Rennen in Montreal findet in dieser Saison knapp einen Monat früher statt als in den Vorjahren. Entsprechend könnte es kälter und winterlicher sein. Noch schwanken die Wettervorhersagen, teils zwischen 12 und 22 Grad. Sonntag oder alternativ Samstag und Sonntag könnte Regen fallen. Richtung Wochenende werden wir klarer sehen.
Dazu kommt erschwerend: Die Teams haben nur 60 Minuten Zeit, im freien Training am Freitag die Autos abzustimmen und eventuell mitgebrachte Upgrades zu testen. Danach wird es mit Sprint-Quali, Sprint, GP-Qualifying und Rennen in enger Taktung gleich ernst. Kaum Spielraum also für Fehler und Verzögerungen!
Von der ersten Session an voll da sein
Vasseur mahnt daher: «Wir müssen von der ersten Session an voll da sein, uns auf die Umsetzung konzentrieren und jede Gelegenheit am Wochenende optimal nutzen.» Heißt also: Damit die kanadischen Tifosi auch Punkteausbeute in beiden Rennen bejubeln können, muss in den 60 Trainings-Minuten ganze Arbeit geleistet werden.
Spannend: Lewis Hamilton hatte angekündigt, sich nicht mehr in den Simulator setzen zu wollen. Es wird also interessant werden, wie der neue Ansatz zur Abstimmung sich auf das Wochenende bei der Scuderia und beim siebenmaligen Weltmeister auswirkt.
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