Was Teamchef Stella am meisten an Lando Norris‘ Fabelrunde beeindruckte
Lando Norris fuhr am Samstag aus dem Nichts auf die Pole-Position für den Spanien-GP. Warum seine Runde so gut war und was McLaren-Teamchef Andrea Stella am meisten beeindruckte.
Die Pole-Position für Lando Norris auf dem Madring war für ihn selbst eine riesige Überraschung – und auch für seinen Teamchef bei McLaren, Andrea Stella. In seiner Medienrunde am Samstagabend nach der Qualifikation vor Ort in Madrid verfiel der eigentlich so besonnen und genauestens abwägende Italiener in Superlative. Kein Wunder bei der Fabelrunde, die sein Schützling gefahren war!
Eine der beeindruckendsten Runden aus 450 GPs
Stella: «Ich würde sagen, dass dies definitiv eine der beeindruckendsten Runden war, die ich als jemand, der bei 450 Grands Prix die Telemetriedaten verfolgt hat, je gesehen habe. Denn ehrlich gesagt waren wir nicht auf dem Niveau, um die Pole-Position zu holen.» McLaren fuhr in den Trainings am Freitag klar hinterher, am Samstag wurde es besser.
Stella: «Ich glaube, zu keinem Zeitpunkt des Wochenendes hat sich gezeigt, dass das Auto auf dem Niveau des besten Autos lag. Im ersten Sektor, bei niedrigen Geschwindigkeiten und in den Kurven, hatten wir erhebliche Defizite, und für die Fahrer war es sehr schwierig, mit diesem Auto eine gute Runde hinzubekommen.» Dazu hatte Norris ja noch mit einem Getriebeschaden fast das komplette zweite Training verpasst.
Pole trotz Fehler!
Doch Norris holte einfach alles raus. Stella: «Wir haben gesehen, dass es Phasen gab, in denen das Potenzial da war, aber es ist immer sehr schwierig, alles unter einen Hut zu bringen. Am beeindruckendsten finde ich die Tatsache, dass es eine Pole-Position ist, obwohl in der letzten Kurve 3,5 Zehntel verloren gingen – was bedeutet, dass es ohne dieses Problem eine ziemlich überzeugende Pole-Position gewesen wäre.» Der Weltmeister von 2025 hatte nämlich gegen Ende einen Wackler drin, rechnete selbst nicht mit der Pole – und jubelte dann umso ausgelassener.
Dann wurde Stella aber doch wieder typisch analytisch: «Was diese Runde einzigartig macht – besonders wenn man sich die Telemetriedaten ansieht –, ist die Präzision: das Bremsen, die Geschwindigkeit beim Einfahren in die Kurve, das Anfahren der Kurve, das Durchfahren mit Vollgas. Alles wird mit einer ziemlich einzigartigen Präzision ausgeführt. Für mich ist das das Hauptmerkmal, das ich mit dieser Runde in Verbindung bringen würde: einfach die unglaubliche Präzision bei der Ausführung Meter für Meter.»
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