Carlos Sainz (Williams) fordert Strafe für sich selbst – und bekommt sie
Carlos Sainz bekommt eine Strafe von drei Positionen für seinen Heim-GP in Madrid. Sainz sagte bereits vor dem Urteil: «Ich sollte bestraft werden!» Er stand Valtteri Bottas im Weg.
Es ist zwar sein Heim-GP, aber bislang wirklich nicht sein Wochenende: Williams-Pilot Carlos Sainz fuhr auf dem Madring ein schwaches Qualifying, schied im Q1 aus. Und jetzt bekam er auch noch nachträglich eine Strafe aufgebrummt. Er startet in den Spanien-GP noch drei Plätze weiter hinten als ohnehin schon qualifiziert (17.). Startplatz 20 also.
Was war passiert? Carlos Sainz stand im Q1 Valtteri Bottas (Cadillac) in den Kurven 6 und 7 im Weg, war langsamer auf der Ideallinie unterwegs und behinderte Bottas. Die Rennkommissare luden die Fahrer nach Ende der Session vor (beide waren im Q1 raus).
Sainz forderte Bestrafung ein
Einen Charakterbonus kriegt Sainz definitiv für Fair Play im Umgang mit der Situation. Vor laufender Kamera gestand er noch während die Quali lief: «Ich habe ihn eindeutig behindert und sollte bestraft werden. Wir haben ihn nicht gesehen. Ich wusste nicht mal, dass er auf einer Push-Lap ist.»
Das steht im Urteil
Und so kam es auch: Carlos Sainz bekam eine Strafe von drei Positionen für seinen Heim-GP. Im Urteil heißt es: «Das Team hat es nicht geschafft, den Fahrer von Auto 55 (Sainz, Anm.) zu informierten, dass Auto 77 (Bottas, Anm.) sich auf einer fliegenden Runde näherte, und der Fahrer hat keine Maßnahmen ergriffen, um dem heranfahrenden Auto Platz zu machen. Die Stewards urteilen, dass Auto 55 Auto 77 unnötigerweise behindert hat.»
Bitterer Start in ein Rennen, auf das der Spanier sich eigentlich so gefreut hatte. Sainz ist Botschafter des Madring, war beim Spatenstich dabei und involviert in Design und Bau des Kurses in seiner Heimatstadt Madrid. Nun wirkt es allerdings, als würde das Rennwochenende selbst für ihn ein Debakel werden. Dass er nicht um die Spitzen-Plätze mitfahren würde, war klar, dazu ist der Williams diese Saison einfach zu schwach. Doch nun läuft gefühlt alles gegen Sainz – und das auf einer Strecke, auf der kaum überholt werden kann und somit kaum Möglichkeiten für ein Comeback bietet.
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