Lando Norris: Mit diesem Nachteil startet der Polesetter in den Spanien-GP
Formel-1-Weltmeister Lando Norris hat im Qualifying auf dem Madring die Pole-Runde aus dem Hut gezaubert und sich selbst überrascht. Allerdings startet der McLaren-Star mit einem Nachteil ins Rennen.
Lando Norris hat auf dem neuen Madring gezeigt, was er kann: Der McLaren-Star hat auf dem anspruchsvollen Strassenkurs die Pole erobert – mit einer Runde, die er selbst nicht erklären kann. Nach der Zeitenjagd war er bestens gelaunt, als er gefragt wurde, wie er die entscheidende Runde zustande gebracht hatte. Und er scherzte: «Das ist ein Geheimnis!»
Etwas ernster fügte der Champion an: «Ich weiss es nicht. Ich hatte ein gutes Gefühl. Klar, ich habe im zweiten Training keine gezeitete Runde gedreht, deshalb war ich etwas im Hintertreffen. Aber es gab einige Kurven, in denen ich genau wusste, was ich machen wollte. Sowohl in der ersten als auch in der zweiten Schikane wusste ich, wo das Limit war. Es war nur schwierig, das vorher im Qualifying umzusetzen.»
Die perfekte Runde im richtigen Augenblick
«Ich habe mich auf meiner letzten Runde um sieben oder siebeneinhalb Zehntel verbessern können. Darauf kann ich nicht wirklich stolz sein. Aber ich kann stolz sein, dass ich das im Q3 geschafft habe, als es darauf ankam. Es war einfach eine perfekte Runde. Ich konnte in jeder Runde genau das umsetzen, was ich mir vorgenommen habe. In der letzten Kehre hatte ich dann eine kleine Schrecksekunde, ich war etwas zu aufgeregt und wollte am Kurveneingang einfach etwas zu viel. Ehrlich gesagt habe ich gedacht, dass ich in der Wand landen würde. Aber es reichte. Und die Runde war einfach super, ich kam gut aus den Kurven raus und war auch auf den Randsteinen stark unterwegs. All die Details, die hier wichtig sind, habe ich hinbekommen», stellte sich der 26-Jährige selbst ein gutes Zeugnis aus.
Ins Rennen startet der 13-fache GP-Sieger allerdings mit einem grossen Fragezeichen, wie er betonte: «Die verpasste Zeit im zweiten Training macht schon viel aus. Ich habe bisher nicht wirklich die Gelegenheit gehabt, eine Runde mit viel Sprit an Bord zu drehen. Ich muss also meine Hausaufgaben machen und schauen, was mein Teamkollege gestern gemacht hat. Ich muss schauen, wie wir uns aufs Rennen vorbereiten können. Uns erwartet ein langes Rennen. Es ist eine neue Strecke und du musst wissen, in welchen Kurven du ans Limit gehen kannst und in welchen Passagen du vorsichtig vorgehen musst. Ich werde mich heute Nacht also mit vielen Dingen befassen müssen. Es wird wohl spät werden, und ich werde versuchen, alles gut vorzubereiten. Aber den wichtigsten Teil haben wir heute geschafft, und das macht mich einfach nur glücklich.»
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