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Leclerc-Lehrer Massimo Rivola: Von Ferrari zu Aprilia

​Massimo Rivola arbeitete fast zwanzig Jahre lang als Sportchef von Minardi, Toro Rosso und Ferrari. Dann übernahm er die Fahrer-Akademie von Ferrari. Nun wechselt er offenbar zu Aprilia in die MotoGP.

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Aprilia zieht sich aus der Superbike-WM zurück, das verkündete Rennchef Romano Albesiano während des Valencia-GP – der Hersteller aus Noale will sich auf die MotoGP-Klasse konzentrieren. Albesiano hatte von Aprilia-Geschäftsführer Roberto Colaninno die Anweisung erhalten, das Superbike-Projekt zu beenden. Das italienische Unternehmen besitzt weder die finanziellen noch die personellen Ressourcen, um in den beiden wichtigsten weltweiten Motorrad-Rennserien werksseitig vertreten zu sein. Der Rückzug von Aprilia schmerzt, seit 2010 ist nach Titeln nur Kawasaki erfolgreicher. Bereits beim Debüt der RSV4 in der Saison 2009 wurde Max Biaggi WM-Vierter, 2010 und 2012 wurde der Italiener Weltmeister. 2014 gewann Sylvain Guintoli die Fahrerwertung. Die Marken-Weltmeisterschaft wurde sogar 2010, 2012, 2013 und 2014 gewonnen.

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In der Motorrad-Königsklasse MotoGP lief es nicht ganz so gut: Die Werksfahrer Aleix Espargaró aus Spanien und Scott Redding aus Grossbritannien erreichten zuletzt in der Weltmeisterschaft die Schlussränge 17 und 21, mit einem sechsten Platz von Espargaró in Aragaon als Highlight, Redding wurde im WM-Finale von Valencia Elfter.

Albesiano will Aprilia besser aufstellen, und das schlägt uns die Brücke zur Formel 1, denn aus dem Umfeld von Ferrari ist zu hören: Aprilia hat sich dafür Massimo Rivola geangelt, den Chef des Ferrari-Nachwuchsförderprogramms "Ferrari Academy". Rivola, der am 7. Dezember 47 Jahre alt wird, soll auf Ende 2018 seine Arbeit bei Ferrari beenden und künftig Aprilia-Rennchef Alesiano als sportlicher Direktor zur Seite stehen.

Rivola sieht seine Aufgabe bei der Akademie als erfüllt an: Der junge Charles Leclerc ist 2019 Werksfahrer an der Seite von Sebastian Vettel, Antonio Giovinazzi nimmt seine erste volle GP-Saison mit Sauber in Angriff, als erster Italiener seit Tonio Liuzzi und Jarno Trulli beim WM-Finale von Brasilien 2011, die damals in Diensten von HRT und Lotus standen. Es ist auch von Spannungen zwischen Rivola und Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene die Rede.

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Rivola hatte den Posten des Nachwuchsprogramm-Chefs Anfang 2016 übernommen, zuvor war der Faenzer seit 2009 Sportchef von Ferrari gewesen, davor gute zehn Jahre lang Team-Manager von Minardi und Toro Rosso.

Ferrari nimmt zum Wechsel von Rivola, enthüllt von der Gazzetta dello Sport, bislang keine Stellung. Das war auch so, bevor er von Luca Baldisserri die Fahrerakademie übernahm oder bevor sich Technikchef James Allison zu Mercedes abseilte.

Mit Rivola im Zweiradsport drängt sich die Frage auf: Wer wird künftig das Nachwuchsprogramm von Ferrari leiten? Ein Kandidat ist Marco Matassa aus Modena. Der 36jährige Mechanik-Ingenieur kam 2007 zu Toro Rosso, wo er als Renningenieur an der Seite von Sébastien Buemi, Daniel Ricciardo, Carlos Sainz und Daniil Kvyat gearbeitet hat. 2018 holte ihn Ferrari nach Maranello, als rechte Hand von Massimo Rivola. Dies im Bestreben des damaligen Ferrari-Präsidenten Sergio Marchionne, die Mannschaft zu verjüngen.

Der Ferrari-Akademie gehören derzeit acht Fahrer an, mit folgenden Ergebnissen in der Saison 2018: Der Italiener Antonio Fuoco (22), Gesamtsiebter der Formel 2 und Sieger beim Finale von Abu Dhabi; der Chinese Guanyu Zhou (19), Achter der Formel-3-EM; der Franzose Giuliano Alesi (19), Sohn des früheren Ferrari-Piloten Jean Alesi und Gesamtsiebter der GP3; der Neuseeländer Marcus Armstrong (18), Fünfter der Formel-3-EM; der Brasilianer Enzo Fittipaldi (17), italienischer Formel-4-Meister; der Brite Callum Ilott, Dritter der Formel-3-EM; der Russe Robert Shwartzman (19), Dritter der Formel-3-EM sowie der Brasilianer Gianluca Petecof (16), Vierter der italienischen Formel 4.

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