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Mark Webber: «Starker Motor ist 2017 noch wichtiger»
GP-Sieger Mark Webber (40) widerspricht der Theorie, dass die Aerodynamik 2017 dominieren wird: «Meiner Meinung nach wird es in der kommenden Saison noch wichtiger, einen starken Motor zu haben.»
Formel 1
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Fans und Fachleute haben unzählige Stunden leidenschaftlich diskutiert über diese zwei Fragen: Was ist heute der Fahrer in der Formel 1 noch wert? Und wieviel Anteil an der Leistung eines Rennwagens hat eigentlich der Motor, wieviel das Chassis?
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Der frühere Ferrari-Präsident Luca Montezemolo sagte dazu vor kurzem: "Enzo Ferrari meint einst, der Erfolg sei zur Hälfte dem Auto zu verdanken und zur anderen Hälfte dem Piloten. Heute würde ich sagen – 80 Prozent Auto, 20 Prozent Fahrer. Du könntest ein Superheld sein, dann kommt ein mittelmässiges Bürschchen und gewinnt dank seines überlegenen Rennwagens." Aber ist es wirklich so einfach? Hätte auch ein Esteban Gutiérrez 2016 im Silberpfeil Rennen gewonnen? Wir werden es nie erfahren. Was die Balance der Formel 1 zwischen Chassis und Motor angeht, meint der langjährige Formel-1-Ingenieure Luca Furbatto: "Das neue Reglement macht das Chassis wieder wichtiger, ich würde sagen, 80:20 zu Gunsten des Chassis. Ein guter Motor nützt dir nichts, wenn die Aerodynamik nichts taugt."
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Viele führende Techniker sind der gleichen Ansicht. Die Autos werden dank anderer Flügel und eines saugfreudigeren Unterbodens mehr Abtrieb aufbauen, gute Arbeit der Aerodynamiker wird zweifellos belohnt.
Aber auch für die Formel 1 gilt: Keine Behauptung ohne Gegenargument.
Denn Mark Webber, Formel-1-WM-Dritter von 2010, 2011 und 2013 sowie Sportwagen-Weltmeister 2015, sagt bei den Kollegen von Autosport: "Ja, die Autos werden erheblich mehr Abtrieb erzeugen. Aber für mich bedeutet das – ein kraftvoller Motor wird noch wichtiger sein als in den letzten Jahren." Die Erklärung des 40jährigen Australiers: "Die fetteren Reifen und die neue Aerodynamik erzeugen mehr Luftwiderstand, und der muss überwunden werden. Dazu sind die Autos noch einmal schwerer geworden." Weil die Autos zwar auf der Geraden langsamer sein werden, in den Kurven aber bis zu 40 km/h schneller, erwartet der 215fache GP-Teilnehmer Webber: "Wir werden einen schönen Fortschritt sehen. Die Fahrer müssen sich ihr Geld wieder richtig verdienen, und ich schätze, wir werden auf dem Siegerpodest einige ziemlich verschwitzte Piloten treffen. In Sachen Rundenzeiten sollten wir auf jenes Niveau herunterkommen, das wir vor gut zehn Jahren hatten, das wird spektakulär."
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Keine Suppe ohne Haar, denn der neunfache GP-Sieger Webber moniert: "Breitere Reifen in Ehren, aber im Profil sehen die Räder einfach nicht gut aus. Da müssten wir einen grösseren Raddurchmesser haben. Der Rest ist sehr gelungen." Auf Druck der Formel-1-Techniker wurde der Plan verworfen, in der Formel 1 Niederquerschnittreifen einzuführen: Die Pirelli-Walzen sind zwar vorne 6 cm und hinten gar 8 cm breiter, aber sie sind noch immer auf 13-Zoll-Felgen aufgezogen.
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