Max Verstappen gemäss Teamchef Mekies: «Wir wissen, was er von uns will»
Red Bull Racing auf dem Red Bull Ring: Teamchef Laurent Mekies spricht über die Situation bei den sechsfachen Konstrukteurs-Champions und über die Zukunft von Weltmeister Max Verstappen.
Zahlen lügen bekanntlich nicht (auch wenn sie nicht immer die volle Wahrheit enthüllen), und so zeigt ein Blick in die WM-Tabelle 2026: Mercedes führt bei den Konstrukteuren mit 262 Punkten, vor Ferrari mit 190 und McLaren mit 141. Erst auf Platz 4 folgt Red Bull Racing, die Ausbeute von 89 Zählern ist ernüchternd.
Laurent Mekies redet in der Steiermark nicht um den heissen Brei herum. Der 49-jährige Franzose sagt: «Natürlich sind wir nicht dort, wo wir sein wollen. Wenn wir wieder ein Wörtchen mitreden wollen um GP-Siege, dann müssen wir um vier Zehntelsekunden pro Runde schneller werden.»
RBR-Superstar Max Verstappen hat das so formuliert: «Wir haben seit Saisonbeginn den Rückstand auf die Spitze um die Hälfte verringert. Das Knifflige ist die andere Hälfte. Denn um aufzuholen, müssen wir effizienter entwickeln als unsere Gegner.»
Laurent Mekies weiter: «Wir haben kein eingegrenztes Problem, sondern es ist überall ein wenig, was uns fehlt, auf Motorenseite gleichermassen wie beim Chassis. Wir sind nicht gut genug in schnellen Kurven und auch nicht in mittelschnellen, es mangelt an Speed auf den Geraden.»
Red Bull Racing hat viele neue Teile nach Österreich gebracht: Anders geformte Einlässe der Seitenkästen, daher geänderte Motorverkleidung, neuer Unterboden, windschlüpfigere Verkleidung der Hinterradaufhängung, andere Heckflügelstütze, neuer Auspuff.
Im ersten Training fehlte zunächst Hadjar, Verstappens Auto musste in die Box zurückgebracht werden. Mekies sagt dazu: «Wir hatten beim Wagen von Isack ein Problem erkannt und mussten den Motor wechseln, daher Hadjar erst nach einer halben Stunde auf der Bahn.»
«Bei Max erkannten wir ein Software-Problem, das aber bald aussortiert war, danach ging es darum Hausaufgaben zu machen. Was die ganzen Verbesserungen angeht, so ist es noch ein wenig früh, das volle Bild zu erfassen. Wir brauchen mehr Daten. Wir nehmen es nun Schritt um Schritt im zweiten, morgen im dritten Training. Das Evo-Paket ist erheblich, wir werden am Samstag schlauer darüber sein, was das alles auf der Strecke bringt.»
«Wie unsere Saison weiter verläuft, wird weitgehend davon abhängen, wie dieses Paket funktioniert und was noch ans Auto kommt. Wir haben von vielen Rennställen grosse Updates erlebt, ich glaube im weiteren Verlauf der Saison werden die Schritte kleiner.»
Andere Baustelle bei Red Bull Racing: die Zukunft von Max Verstappen. Der Niederländer besitzt einen Vertrag mit RBR bis Ende 2028. Der vierfache Champion hat immer gesagt, dass er sich im Team wohlfühle und bleiben wolle. Loyalität ist für den 28-Jährigen kein leeres Wort. Er hat allerdings auch gesagt, dass er die gegenwärtige Formel 1 wenig prickelnd findet.
Laurent Mekies am Red Bull Ring: «Es ist ganz einfach, und es hat sich auch nicht geändert – Max will ein schnelles Auto, und wir arbeiten Tag und Nacht, um ihm einen besseren Rennwagen zu geben. Nicht was im Fahrerlager getratscht wird, spielt eine Rolle, sondern das, was auf der Strecke passiert. Wir glauben fest daran, dass das neue Evo-Paket Max bessere Möglichkeiten gibt, um Spitzenränge mitzureden.»
«Max kennt alle unsere internen Abläufe. Er weiss genau, wie schwierig es ist, eine Sekunde Rückstand aufzuholen, das war unser Manko beim Saisonstart. Mit dem Miami-Paket haben wir das auf die Hälfte verringert. Nun arbeiten wir an der anderen Hälfe.»
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