F1-Star Max Verstappen in São Paulo: Fussball schauen statt Gas geben
Die Formel-1-Stars mussten sich im Qualifying von São Paulo fast eineinhalb Stunden gedulden, bevor sie richtig Gas geben konnten. Max Verstappen verriet hinterher, wie er sich die Wartezeit vertrieb.
Es war absehbar, dass sich das Qualifying zum GP in Brasilien verzögern würde, denn die Wetterexperten kündigten schon Tage vor der Zeitenjagd schlechtes Wetter an. Tatsächlich setzte pünktlich zum Start des Q1
Diese vertrieb sich Red Bull Racing-Star Max Verstappen mit Fussball schauen. Der Niederländer verriet: «Ich habe mir Fussball im TV angeschaut, die Premier League.» Und auf Nachfrage offenbarte er: «Es waren viele unterschiedliche Spiele, aber das Game zwischen Nottingham Forest und Manchester City war das letzte, das ich schaute, bevor ich ins Auto stieg. Der Spielstand war 3 zu 1, und ich habe tatsächlich noch kurz vor dem Einsteigen ein grossartiges Goal mitbekommen.»
Der vierfache Champion wird das Rennen wegen des Einsatzes einer neuen Antriebseinheit von weit hinten in der Startaufstellung in Angriff nehmen müssen. Deshalb rückte er nur im Q1 aus. Damit sparte er sich die Intermediates und Regenreifen für den Fall, dass auch das Rennen bei schwierigen Bedingungen über die Bühne gehen sollte.
Max Verstappen: Aufs Rennen fokussiert
Wie gut Verstappen in Interlagos auf nasser Bahn ist, hat er immer wieder bewiesen. Dennoch trauerte er der verpassten Zeitenjagd nicht nach, wie er hinterher beteuerte: «Nicht wirklich, denn wenn du um nichts kämpfst, dann bevorzuge ich es, in der Box zu bleiben. Ich weiss ja, dass ich in der Startaufstellung nach hinten rücken muss. Es wäre etwas anderes, wenn ich keine Strafe absitzen müsste. Aber so konzentriere ich mich schon ganz aufs Rennen. Es ging nur darum, eine Runde zu drehen und nichts zu riskieren. Und auf jeder Runde, die ich drehte, war ich bei der Musik.»
Bevor er nach dem Q1 ausgestiegen war, hatte Verstappen eine Bestzeit nach der anderen in den nassen Asphalt gebrannt. Am Ende des ersten Quali-Abschnitts war er der Drittschnellste hinter dem späteren Polesetter Lando Norris und Mercedes-Routinier George Russell.
Viele Safety-Car-Phasen auf dem Wunschzettel
Im Rennen erwartet der 74-fache GP-Sieger kein leichtes Spiel: «Früher konnte man sich leicht zurückkämpfen, aber nun haben wir kein DRS mehr. Und der Überholmodus ist auf dieser Strecke mit der langen Geraden nicht so wirksam wie auf anderen Pisten. Denn jeder entlädt seine Batterie, deshalb fällt der Tempo-Unterschied auf der Geraden viel geringer aus. Es wird wohl ein bisschen wie in Mexiko sein, daher denke ich, dass das Überholen kniffliger sein wird.»
Auf die Frage, was er im Rennen brauche, um den Sieg zu holen, erwiderte Verstappen: «Viele Safety-Car-Phasen, damit die Jungs vorne nicht wegziehen können. Wir werden sehen. Ganz ehrlich, ich denke nicht so viel darüber nach. Ich schaue einfach, was in der ersten Runde passiert und dann sehe ich, was am Ende rauskommt.»
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