Bei hohem Speed in Katar abgeschossen: Francesco Bagnaia hat mehrere Brüche
Der Crash im MotoGP-Sprint in Katar ging für Pecco Bagnaia (Ducati) nicht ohne Blessuren aus. Er wurde ins Krankenhaus nach Doha gebracht und wird womöglich weiter nach Italien transportiert.
Endlich lief es bei Pecco Bagnaia mal wieder, da krachte es! Vierter im Zeittraining am Freitag, Fünfter im Qualifying, im Rennen in der ersten Runde in der letzten Kurve vor der langen Start-Ziel-Geraden von Fermin Aldeguer auf Position 5 liegend abgeschossen! Der junge Spanier war viel zu spät auf der Bremse, torpedierte Bagnaias Motorrad, woraufhin sich dessen Ducati in sämtliche Teile zerlegend unzählige Male überschlug. Pecco flog auch hoch durch die Luft, schlug hart auf dem Asphalt auf, war aber bei Bewusstsein, als das Rennen abgebrochen wurde und das medizinische Personal zum Italiener geeilt kam.
«Die ersten medizinischen Untersuchungen von Francesco Bagnaia im medizinischen Zentrum des Lusail International Circuit ergaben zwei Frakturen an seinem rechten Fuß, die den vierten und fünften Mittelfußknochen betreffen», teilte der medizinische Direktor der MotoGP mit, Dr. Angel Charte. «Der Fahrer wird heute Abend zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus in Doha verlegt, um festzustellen, ob die Frakturen operativ behandelt werden müssen.»
Für den zweifachen MotoGP-Champion ist der Grand Prix von Katar am Persischen Golf damit beendet. Sollten die Ärzte eine Operation für nötig erachten, oder bei genaueren Untersuchungen im Krankenhaus weitere Blessuren zutage treten, will Bagnaia schnellstmöglich nach Italien zurückkehren, ist bei Ducati zu hören.
Auf seine – ohnehin verkorkste – Weltmeisterschaft hat der Unfall kaum Auswirkungen. Zum vor ihm platzierten Alex Marquez, der in Doha ebenfalls verletzt fehlt, hat er 24 Punkte Rückstand. Und auf den hinter ihm liegenden Enea Bastianini (Red Bull KTM Tech3) 37 Vorsprung. Am Wochenende nach Katar ist rennfrei. Bis es in 13 Tagen in Portimao weitergeht, sollte der 29-Jährige wieder auf den Beinen sein.
Aldeguer bekam für sein Vergehen von den FIM MotoGP Stewards zwei Long-Laps für den Neustart des Sprints aufgebrummt, der Spanier wurde dennoch Elfter.
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