Max Verstappen über Formel-1-Regeländerung: «Das wäre das absolute Minimum»
Red Bull Racing-Star Max Verstappen schaffte es im Kanada-GP aufs Podest. Der vierfache Champion schlug nach dem Fallen der Zielflagge dennoch kritische Töne an. Einmal mehr ging es um die Regeln.
Max Verstappen schaffte es im GP auf dem Circuit Gilles Villeneuve zum ersten Mal in diesem Jahr aufs Podest. Der Niederländer kreuzte die Ziellinie als Dritter, nachdem er sich einen guten Zweikampf mit Ferrari-Star Lewis Hamilton geliefert hatte, der letztlich vor ihm ins Ziel kam.
Für Verstappen war das Duell gegen den früheren WM-Gegner eine willkommene Überraschung, allerdings will er den Erfolg auch nicht überbewerten. Er erklärte bei «Sky Sports» auf die entsprechende Frage: «Ich hätte nicht gedacht, dass ich um den zweiten Platz kämpfen kann, aber natürlich hatte das auch damit zu tun, dass George Russell nicht ins Ziel kam. Normalerweise wären die beiden Silberpfeile davongezogen.»
Der Red Bull Racing-Star beteuerte gleichzeitig: «Für uns war es natürlich ein gutes Ergebnis.» Und er schilderte: «Ih denke, wir waren auf den weichen Reifen etwas konkurrenzfähiger als auf den mittelharten Walzen, die ich einfach nicht auf die für diese Strecke erforderliche Betriebstemperatur gebracht habe. Ich hatte einfach nicht ein richtig gutes Gefühl auf den Reifen, sie haben einfach nicht gebissen, weil sie nie im entsprechenden Arbeitsfenster waren. Es war etwas knifflig, nichtsdestotrotz haben wir es geschafft, ein gutes Ergebnis einzufahren.»
Verstappens Wunsch für 2027
Es blieben nicht die einzigen kritischen Töne, die Verstappen äusserte. Denn er wurde einmal mehr auf die Motoren-Regeln und deren künftige Gestaltung angesprochen. Konkret lautete die Frage, welche Aufteilung zwischen elektrischer Energie und Verbrenner-Power er sich wünsche, und ob er mit der Änderung von 50:50 auf 40:60 zugunsten des Verbrenners zufrieden wäre.
Der vierfache Champion stellte klar: «Das ist das Minimum, das absolute Minimum. Das Ding ist, dass ich weiss, wie gut sich andere Motorsport-Serien und wie sich pures Racing und echte Überholmanöver anfühlen. Und wenn man dann hierher zurückkehrt, dann fühlt es sich einfach nicht so gut an. Ich will nach einem Rennen wie diesem nicht zu negativ sein, aber ich weiss, wie sich ein echtes Rennauto anfühlt, wie es ist, wenn man ganz natürlich Rennen fahrt. Und das jetzt ist etwas Anderes, es fühlt sich wie Anti-Racing an. Darum sollte es sich in der Formel 1 nicht drehen. Ich hoffe deshalb wirklich, dass wir im nächsten Jahr auf 40:60 wechseln werden, das würde in jeder Hinsicht hilfreich sein.»
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