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Michael Schumacher: Gebrochene Herzen bei Mercedes
​Die deutsche Rennlegende Michael Schumacher ist einer der Gründe für die Siegesserie von Mercedes-Benz in der Turbohybrid-Ära – und hat auch deswegen viele gebrochene Herzen hinterlassen.
Formel 1
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Das Fundament für sieben WM-Titel von Mercedes-Benz in der Turbohybrid-Ära der Formel 1 seit 2014 wurde von 2010 bis 2013 gegossen: nachdem aus BrawnGP der neue Werksrennstall von Mercedes-Benz geworden war. Zum Aufbau des Rennstalls trugen wesentlich bei: Teamchef Ross Brawn, heute Sportchef der Formel 1, Nico Rosberg, 2016 mit dem WM-Titel belohnt – und Michael Schumacher.
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Emotionaler Abschied Ende 2006 in Brasilien: Der vermeintlich letzte Grand Prix von Michael Schumacher. Der Ferrari-Star verliess Ferrari als siebenfacher Weltmeister, fünf davon in Rot errungen. Aber sein Rennbazillus liess ihn nicht zur Ruhe kommen: Schumi kehrte 2010 mit Mercedes-Benz zurück – und schaffte es nur noch einmal aufs Siegerpodest, als Dritter in Valencia 2012. Er wurde in der Weltmeisterschaft drei Mal in Serie von Nico Rosberg geschlagen. Als Mercedes für 2013 die Möglichkeit sah, Lewis Hamilton zu engagieren, war die Zeit von Michael Schumacher in der Formel 1 abgelaufen. Noch heute bedauern damalige Wegbegleiter von Schumi, dass die letzte Formel-1-Etappe des grossen Schumacher nicht von mehr Erfolg belohnt war. Am schmerzlichsten war die Erfahrung in Monte Carlo 2012, wie leitende Angestellte des Mercedes-Rennstalls im Formel-1-Podcast Beyond the Grid erzählen, darunter Sportchef Ron Meadows und Chefstratege James Vowles. Michael Schumacher fuhr im Abschlusstraining zum Grossen Preis von Monaco eine fabelhafte Bestzeit – aber auf Pole-Position stand er nicht. Was ihm de facto die Siegchance raubte. Schumi hatte eine Fünf-Ränge-zurück-Strafe erhalten, dies nach einer Kollision mit Bruno Senna in Barcelona.
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James Vowles blickt zurück: "Ich weiss noch, wie glücklich ich über seine Pole-Position war. Michael hatte eine seiner besten Runden in der Formel 1 gefahren. Aber unsere Herzen waren gebrochen, denn alle im Rennwagenwerke hatten sich so sehr gewünscht, dass Schumacher Erfolg hat. Jedem von uns war klar, wie viel Arbeit Michael in dieses Team investiert hatte, und ein Sieg in Monaco wäre eine angemessene Belohnung gewesen. Und ausgerechnet nach dieser tollen Runde musste er fünf Ränge zurück! Das schmerzt mich noch heute. Michael Schumacher hat bei uns nie die Ergebnisse erzielt, welche er verdient hätte." Ron Meadows findet: "Wenn ich daran denke, wie sehr er am Aufbau des Teams beteiligt gewesen bin, dann ist mein grösstes Bedauern, dass er für uns nie gewonnen hat. Michael arbeitete schlicht auf einem anderen Niveau als jeder Fahrer, mit dem wir es vor ihm zu tun gehabt hatten." "Wir wollten alle, dass er siegt, aber es ist nie passiert. Einige Jahre später hat unsere Siegesserie begonnen, und er ist einer der Gründe dafür, wieso wir noch immer gewinnen. Er hat so viel dazu beigetragen, uns zu einem besseren Rennstall zu machen." Nochmals James Vowles: "Michael kannte seine Stärken und Schwächen genau, und er hat unablässig an Schwächen gearbeitet. Er war sich dessen bewusst, dass er langsam in die Jahre kam. Aber er liess nie locker. Ich wünschte nur, wir hätten ihm diesen einen Sieg schenken können. Oder er hätte den Wagen von 2013 fahren können, mit dem wir drei Mal gewinnen konnten und acht Pole-Positions einfuhren."
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