Lewis Hamilton: Russell-Aussprache per SMS, Belgien-Sieg verspielt?
Ferrari-Pilot Lewis Hamilton wurde im F1-Rennen in Spa Vierter. Er schoss seinen Ex-Kollegen aus dem Rennen, fuhr einen Mechaniker an – und verspielte die Chancen auf einen Sieg beim Belgien-GP?
Viel lief im Belgien-GP in Spa gegen Ferrari-Pilot Lewis Hamilton: Nach einer Berührung mit seinem früheren Teamkollegen George Russell bekam er eine Strafe, nach dem Rennen noch eine Geldbuße, weil er versehentlich einen Mechaniker angefahren hatte. Und hat er etwa die Chance auf einen Sieg verspielt?
Hamilton: Ferrari hatte das Tempo für den Sieg
Nach dem Rennen sagte Hamilton insgesamt positiv – er wurde Vierter: «Ich finde, das Team hat strategisch großartige Entscheidungen getroffen. Ich glaube, wir haben uns in unserer Arbeitsweise im Laufe des Wochenendes in allen Bereichen deutlich verbessert. Und wir hatten das Tempo, um zu gewinnen.» Das hatte während des Rennens noch ganz anders geklungen. Hamilton hatte sich in Runde 18 am Teamfunk über die Strategie beschwert. Dann ging beim Boxenstopp auch noch viel schief: Die Ampel sprang zu schnell auf Grün, Hamilton fuhr deshalb versehentlich einen seiner Mechaniker an (nichts passiert!). Und außerdem konnte bei der Doppelabfertigung unter Virtuellem Safety-Car Hamiltons Frontflügel nicht wie geplant getauscht werden, beschwerte sich darüber. Am Ende aber doch versöhnliche Töne bei Hamilton – und Zufriedenheit mit Platz 4.
Eine Sache blieb aber noch zu klären: Hamilton hatte in der ersten Runde nach einer Berührung seinen früheren Mercedes-Teamkollegen George Russell abgeschossen. Der Brite war mit Batterieproblemen zurückgefallen. Beide waren sich einig: ein Rennunfall, kein böses Blut.
SMS-Aussprache mit Russell
Hamilton sagte nach dem Rennen: «Ich werde ihm später eine SMS schicken, weil wir uns nicht sehen werden – alle stürmen hier raus.» Die Fahrer verlassen meist schnell nach ihren Medienverpflichtungen und Teambesprechungen die Rennstrecke, um nach Hause zu reisen. Da kann man sich schon mal aus den Augen verlieren.
Die Kollision, die Russells Rennen beendete, gab Hamilton aber zu denken: «Ich dachte mir, das Letzte, was man jemals tun möchte, ist, dass sowas gegen seinen Teamkollegen oder seinen früheren Teamkollegen passiert, Leute, die man sehr respektiert – und gegen George. Aber es ist nun mal passiert.»
Hamilton beobachtet positive Entwicklungen
Das Fazit nach dem Wochenende von Hamilton ist ein Positives. Der siebenmalige Weltmeister: «Es zeigt, dass sich die Autos in die richtige Richtung entwickeln, und es liegt wirklich einfach daran, dass das Team so großartige Arbeit leistet und jedes Wochenende Verbesserungen erzielt.»
Hamilton mit Hungaroring-Rekord
Schon am Wochenende geht’s für die Formel 1 auf den Hungaroring. Und da ist Hamilton so etwas wie der «King of the Ring». Achtmal gewann er den Ungarn-GP. Das ist fast Gesamt-F1-Rekord: Michael Schumacher gewann achtmal den Frankreich-GP, Hamilton selbst neunmal den britischen Grand Prix. Hamilton ist mit Abstand der einzige Fahrer, der achtmal auf dem Hungaroring siegen konnte (Schumi viermal, Senna dreimal).
Wie sieht Hamilton seine Chancen für einen Rekordausbau in diesem Jahr? Der Ferrari-Pilot: «Ich hoffe, dass wir es schaffen können. Zunächst muss ich nächste Woche meine Leistung bringen und sicherstellen, dass ich in Budapest so abliefere, wie ich es kann. Wir müssen alles zusammenbringen und darum kämpfen.»
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